Theater und Orchester Heidelberg
Foto Susanne Reichardt

Schauspiel

Animal Farm – Farm der Tiere

nach George Orwell

    Mi 20.11.2019, 19.30–22.00 Uhr, eine Pause 18.45 Uhr Einführung | anschl. Publikumsgespräch Marguerre-Saal+

für die Bühne bearbeitet von Nelson Bond | aus dem Englischen von Angela Kingsford Röhl und Dieter Nürnberger

Empfohlen ab 15 Jahren

Die Tiere auf der Farm wollen nicht länger unter dem Joch des Bauern stehen. Sie planen eine Revolution, doch die Revolution scheitert. Ihre Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erstickt im totalitären Anspruch einer von der Macht berauschten Clique. Die Farm der Tiere verfällt der Herrschaft der Schweine und ihrem Oberhaupt, dem Eber Napoleon. Angst und Schrecken breiten sich auf der Farm aus. Und selbst die sieben Gebote der Revolution wandeln sich unmerklich: »Alle Tiere sind gleich« wird erweitert zu »aber manche sind gleicher«.
Dieser von Orwell selbst als Märchen bezeichnete Roman ist ein Lehrstück über den Aufbau eines totalitären Regimes. Veröffentlicht 1945, zeichnet er den Verlauf der russischen Oktoberrevolution und die Errichtung der Diktatur des Proletariats nach. Heute, wo in vielen Teilen der Welt die Errungenschaften der Demokratie leichtfertig in Frage gestellt oder schrittweise rückgängig gemacht werden, erlangt »Animal Farm« erneut Aktualität.

Regie führt Luise Voigt, die 2017 im Botanischen Garten Heidelberg die deutschsprachige Erstaufführung »Wo die Barbaren leben« inszenierte und 2018 am Oldenburgischen Staatstheater bereits George Orwells bedrückende Zukunftsvision »1984« mit großem Erfolg auf die Bühne brachte.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Mal gucken! | Begleitmaterial | Vorbereitung | Einführung | Nachgespräch 

Termin

So 15 Dezember
Zum letzten Mal
19.00–21.30 Uhr > Marguerre-Saal | 18.15 Uhr Einführung

Animal Farm – Farm der Tiere

nach George Orwell

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ANIMAL FARM – FARM DER TIERE

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • »So frisch wie brennend aktuell« habe Luise Voigt Orwells dystopische Fabel in einem Theaterabend »voller Zwischentöne« auf die Bühne gebracht, berichtet Heribert Vogt in der Rhein-Neckar-Zeitung (14.10.2019). Die »vorgeführten Mechanismen der Macht« zeichneten sich im Bühnenbild von Stefanie Grau »klar und hart ab« wobei auch hier trotz allem Orwells Glaube an die »Kraft der Gemeinschaft und damit die Möglichkeit zum Besseren« mitschwinge. Als Zuschauer, der mit Orwells Vorlage vertraut sei, durchlaufe man »einen Wahrnehmungsprozess, in dem das als bekannt Registrierte langsam, aber sicher Sprengkraft für die Gegenwart« gewinne.