Theater und Orchester Heidelberg

Aufruf an alle! − 100 Jahre Sophie Scholl

Stückentwicklung in der Regie von Pascal Wieandt; Theater Erlangen

14+
    Nominierung Jugendstückepreis
    UraufführungGastspiel

    Mo 02.05.2022, 11.00–12.40 Uhr Zwinger 1+

Der Name Sophie Scholl steht beispielhaft für zivilen Widerstand gegen das NS-Regime. Ihre Aktionen, die sie zusammen mit ihrem Bruder Hans und Freunden im Namen der »Weißen Rose« durchführte, zeugen bis heute vom Mut Einzelner, gegen politische Unterdrückung und Gewalt vorzugehen. Mit Flugblättern und Parolen auf Häuserwänden appellierten sie an die Zivilbevölkerung, der Politik Hitlers nicht weiter zu folgen, und wurden dadurch im Nachkriegsdeutschland zum Symbol eines wehrhaften Bürgertums. Doch die historische Person Sophie Scholl wird heute auch von rechten politischen Bewegungen instrumentalisiert. Ziviler Ungehorsam und passiver Widerstand gehören zu den gängigen Aktionsmitteln der sogenannten Identitären und vieler weiterer Akteure, die sich mit dem couragierten Handeln Sophie Scholls für ihre eigenen Absichten schmücken. Im Jahr des 100. Geburtstages von Sophie Scholl widmet sich das Theater Erlangen mit einer Stückentwicklung für eine Schauspielerin dem Kampf um »die geistige Freiheit des Menschen« und wirft einen Blick auf die Frage, wie diese Freiheit heute in Deutschland und anderswo verteidigt wird.

Besetzung

Regie und Fassung Pascal Wieandt
Bühne, Kostüme und Video Kathrin Hauer
Dramaturgie Udo Eidinger

Mit Nina Lilith Völsch