Theater und Orchester Heidelberg

Becoming

by Iván Pérez

»Becoming« by Iván Pérez, made its stage debut in 2017 as a trio, and was further developed with Dance Forum Taipei in 2018.
It is a movement examination of the notion of constant change featuring live music by composer Rutger Zuydervelt. The piece continues to evolve itself and was now reshaped with the dancers of DTH. It is an exploration of the sensitivity and power of a community that comes together in a fascinating interplay of dynamics. Accompanied by Rutger Zuydervelt’s music, an attentive world emerges, in which opposite directions and impulses of movement have to be renegotiated by the dancers. The ability and potential to create reliable connections as a group is explored by the bodies through physical communication. The sensations and perceptions of the individual, however, always remain visible and an important part of the reflection on our common existence. Through the constant physical contact and the connection of the dancers we recognize questions that relate to all of us. Our attention is steered towards finding out who we are in relation to others and who we become.

A special feature of this production is the »PreMove« − a movement introduction half an hour before the show instead of an oral introduction. With the opportunity to physically prepare and open your senses in a guided 15 minutes movement exploration, Iván Pérez offers the approach to his work to the audience.

Tanz

Becoming

von Iván Pérez

EN
    Deutsche Erstaufführung
    Zum letzten Mal!Fr 07.06.2019, 20.00–21.15 Uhr 19.30 Uhr Einführung Zwinger 1+

Das Stück war letztes Jahr im National Theater Taipeh, Taiwan, zu sehen und wurde nun mit den elf Tänzer*innen des Dance Theatre Heidelberg weiterentwickelt.
»Becoming« ist eine Auseinandersetzung mit der Sensibilität und Kraft einer Gemeinschaft, die im faszinierenden Wechselspiel der Dynamiken zusammenkommt. Begleitet von Rutger Zuydervelts Live-Musik entsteht eine Welt, in der die Tänzer*innen die gegenläufigen Bewegungsrichtungen und -impulse immer wieder neu verhandeln müssen. Die Fähigkeit sowie das Potenzial, als Gruppe verlässliche Verbindungen einzugehen, wird von den Körpern mittels physischer Kommunikation erforscht. Die Empfindungen und Wahrnehmungen der einzelnen Körper bleiben dabei aber stets sichtbar und ein wichtiger Teil der Reflektion über das gemeinsame Sein. Durch den ständigen Körperkontakt und die Verbundenheit der Tänzer*innen lassen sich Fragen erkennen, die wir uns selbst mit ihnen stellen können um herauszufinden, wer wir im Bezug auf andere sind und wer wir werden.

Statt einer gewöhnlichen Stückeinführung gibt es jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung die Möglichkeit, selbst leichte Bewegungsübungen zu erleben. »PreMove« nennt sich das 15-minütige Format, bei dem man sich, von Iván Pérez angeleitet, mittels eigener körperlichen Empfindungen und Erfahrungen auf das Stück einstimmen kann.

Einen tieferen Einblick in die Themen und Gedanken des Stücks bietet der Mitschnitt einer Gesprächsrunde zwischen den Tänzer*innen und Iván Pérez über die mentale und körperliche Vorbereitung auf »Becoming«. Die Probenfotos unten auf der Seite geben passend dazu einen ersten visuellen Eindruck.

Besetzung

Bilder


Probenfotos zu »Becoming«


Videos

Becoming

Trailer von Michael Maurissens

Pressestimmen

  • Der Zwinger 1 ermögliche dem Publikum eine »besondere Konzentration« auf das, was hier »im Werden oder in der Entfaltung« sei, bemerkt Nora Abdel Rahman im Mannheimer Morgen (26.3.2019). Die Formationen der Tänzer würden in Pérez’ Choreografie nie das Verhältnis verlieren, das sie eine: »ein Gespür für den anderen in der Gruppe«. Iván Perez habe mit »Becoming« nicht nur eine »aufregende Körper- und Bewegungsstudie« entworfen, sondern mit seinen reduzierten Formen auch »eine genial konzentrierte Studie über unsere Gesellschaft«. »Damit zeigt er auch, dass wir miteinander verbunden sind, egal wie wir zueinander stehen«, so die Rezensentin.

     

    Der Prozess des Werdens sei Thema des neuen Tanzabends von Iván Pérez, schreibt Isabelle von Neumann-Cosel in der Rhein-Neckar-Zeitung (25.3.2019), und in der »intimen Atmosphäre« des Zwinger 1 sei das Publikum »ganz nah dran« – auch durch die begleitenden Angebote wie das »PreMove«, ein »Workshop in Sachen achtsamer Körperarbeit« mit dem Choreografen vor Vorstellungsbeginn. Pérez sei ein »Mann der leisen Töne«, jedoch »in seinen Visionen sehr konsequent«: nicht das Individuum stehe im Vordergrund, sondern die »zentrale Bedeutung einer Gruppe, einer sozialen Gemeinschaft, als eigenständiger Organismus«. Als Teil des Prozesses beschreibt die Rezensentin auch die begleitende Musik: Rutger Zuydervelt am Mischpult schaffe einen »betörend sirrenden, sinnlichen Klangsog« und passe sich live an die »emotionale Qualität« jeder Aufführung an.

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