Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Schauspiel

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

    Entfällt
    WiederaufnahmeDi 14.01.2020, 20.00–21.15 Uhr Zwinger 1+

Empfohlen ab 14 Jahren

Es knistert und lodert, prasselt und brennt – Brandstifter sind in der Stadt und lassen nachts die Dächer über den Köpfen der brav schlafenden Bürger in Flammen aufgehen. Die Zeitungen berichten: Die Feuerteufel würden sich als Hausierer ausgeben, um Obdach bitten, sich in den Dachböden einnisten und von dort die vernichtenden Brände zünden. Bestenfalls ein wenig leichtsinnig erscheint es da, dass Gottlieb Biedermann, erfolgreicher Haarwasserfabrikant, dem Hausierer Schmitz Quartier auf seinem Dachboden bietet. Auch als dieser gemeinsam mit einem Freund Fässer auf den Dachboden rollt, mit Zündschnüren hantiert und Benzingeruch in jede Ritze des Hauses dringt, verteidigt Biedermann seinen Glauben an das Gute im Menschen. Bis zuletzt kämpft er lachend gegen sein Image des ängstlichen Spießers und gibt – in der Hoffnung, verschont zu bleiben – den Brandstiftern selbst die Streichhölzer in die Hand.

In seinem 1957 verfassten »Lehrstück ohne Lehre« berichtet der Schweizer Schriftsteller Max Frisch von der Entscheidung für den Weg des geringsten Widerstands – mit all seinen vernichtenden Konsequenzen.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Begleitmaterial

Termine

Di 14 Januar
Wiederaufnahme
Entfällt
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Mi 15 Januar
Entfällt
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Weitere Termine
Do 16 Januar
Entfällt
11.00–12.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Di 11 Februar
Wiederaufnahme
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Mi 18 März
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1 | anschl. Publikumsgespräch

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Di 5 Mai
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Mi 6 Mai
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Do 7 Mai
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Mo 11 Mai
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Di 12 Mai
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Do 14 Mai
20.00–21.15 Uhr > Zwinger 1

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Termine ausblenden
Änderungen vorbehalten

Allgemeine Information zum Kartenkauf:

Entgegen unserer Voraussagen und Planungen von Anfang November 2019 müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass sich die Eröffnung der Bühnen im Zwinger nochmals verschiebt. Aufgrund von Verzögerungen seitens der bauverantwortlichen Stellen können wir nicht wie geplant am 21. Dezember 2019 den Zwinger wieder beziehen. Leider verzögern sich die Baumaßnahmen bis Ende Januar 2020.

Bitte beachten Sie, dass die Wiederaufnahme von »Biedermann und die Brandstifter« daher erst am 11. Februar 2020 stattfinden wird.

Weitere Vorstellungstermine im Zwinger 1 sind in Planung. Diese entnehmen Sie bitte den gedruckten Monatsspielplänen. Zum jeweiligen Vorverkaufsstart werden diese Termine auch hier sowie im Online-Spielplan veröffentlicht.

Besetzung

Bilder


Videos

Biedermann und die Brandstifter

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Die »ausgezeichnete Mischung aus Groteske, Komik, Parodie und trügerischer Realität« mit »schnellem, intensivem Spiel der Darsteller« entwickle »psychologischen Sog« und »beklemmenden Ernst«, berichtet Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (95.12.2016). »Sehr geschickt« sei das Stück auf den unterschiedlichen Ebenen vom Regieteam um Susanne Schmelcher aufbereitet und »plastisch in der Darstellung«, auch durch Toni Landomini, der als »eine Mischung von Moritatensänger und Rapper agiert und kommentiert«. Der Kritiker bilanziert, die »klassische Schullektüre« sei nicht »aus der Zeit gefallen und in Heidelberg absolut sehenswert«.

     

    »Ganz fabelhaft« stelle Steffen Gangloff den Biedermann »zwischen Hasstiraden und Jovialität, zwischen Berechnung und Zweifel, zwischen Wut und Angst« dar, schreibt Heribert Vogt in der Rhein-Neckar-Zeitung (05.12.2016). »Ebenfalls eindrucksvoll« Martin Wißner als »smarter wie lauernder Grusel-Clown« Eisenring und Benedict Fellmer als »stärker diabolisch clownesker Schmitz«. Gesellschaftpolitisch wie kulturell-ästhetisch zeige sich Schmelchers Inszenierung »nahe am Puls der Zeit«, dazu trügen auch Musik und Bühne bei. »Starken Applaus« habe es für den »brandaktuellen« Premierenabend gegeben.