Theater und Orchester Heidelberg

Musiktheater

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Kammeroper von Michael Nyman

    PremiereMo 28.03.2022, 20.00–21.10 Uhr Zwinger 1+

Libretto von Christopher Rawlence
nach der Erzählung von Oliver Sacks
aus dem Englischen von Bertram Dippel und Florian Kaplick
in deutscher Sprache mit einem Prolog und Epilog in englischer Originalsprache

empfohlen ab 14 Jahren

Seelenblindheit – so die Diagnose, die der Neurologe seinem Patienten stellt. Dieser sieht zwar Formen, Farben und Bewegungen, kann sie aber nicht zu Sinnhaftem zusammenfügen. Deshalb geschah es, dass er seine Frau mit einem Hut verwechselte. Eine Heilung für visuelle Agnosie – der Fachbegriff der Krankheit, die durch ein Hirntrauma ausgelöst wird – gibt es nicht. Der Patient kann lediglich lernen, mit den Einschränkungen zu leben: Durch die Kraft der Musik gelingt es ihm, seine Wahrnehmung neu zu sortieren und wieder einen Sinn in dem zu finden, was seine Augen sehen.
Michael Nyman wurde durch seine Musik für die Filme von Regisseur Peter Greenaway weltberühmt. Als einer der bedeutendsten Vertreter der Minimal Music steht er in einer Linie mit Komponisten wie Philip Glass und Steve Reich.

Eine Einführung des Dramaturgen Thomas Böckstiegel können Sie hier hören.

Termine

So 22 Mai
20.00–21.10 Uhr > Zwinger 1

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Kammeroper von Michael Nyman

So 29 Mai
Zum letzten Mal
20.00–21.10 Uhr > Zwinger 1

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Kammeroper von Michael Nyman

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

Studienleitung Johannes Zimmermann
Musikalische Einstudierung Johannes Zimmermann, Hanna Pyo
Sprachcoaching Jurate Braginaite
Regieassistenz, Abendspielleitung, Inspizienz Marvin Heppenheimer
Kostümassistenz Oktavia Zyta Herbst

Technischer Direktor Peer Rudolph
Assistentin des Technischen Direktors Aysha Tetzner
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Technischer Leiter Zwinger Dirk Wiegleb
Technische Mannschaft Christian Brecht, Alexander Dressler, Jonah Fellhauer, Jose Roberto Martinez Licona, Sergei Pearse, Christian Raudzis, Roland Rogg, Kristin Rohleder, Martin Rohr, Andreas Schulz
Leiter der Beleuchtungsabteilung Ralf Kabrhel
Licht Kristin Rohleder, Jonah Fellhauer
Leiter der Tonabteilung Alexander Wodniok
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga, Kristina Flachs (stellv.)
Kostümbearbeitung Kristina Flachs
Gewandmeisterin Damen Dagmar Gröver
Gewandmeisterin Herren Katja Ulrich
Leiterin Ankleiderei Sabrina Flitsch
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger, Martina Müller (stellv.)
Abendmaske Ramona Bauer, Nadine Kindermann, Laura Stumpf
Leiterin der Requisite Lotte Linnenbrügger
Requisite Wolf Brückmann
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei Klaus Volpp

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Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Trailer von Siegersbuschfilm

Pressestimmen

  • In der Rhein-Neckar-Zeitung (17. Mai 2023) nennt Matthias Roth Nymans »minimalistische, gut einstündige Komposition« ein »lohnendes Stück moderner Opernliteratur«. Paul Taubitz als Musikalischer Leiter habe die Produktion »gut im Griff«. Inszeniert werde ein »Kammerspiel«, in dem die drei Vokalist*innen »sängerisch glänzen« und »auf engem Raum immer auch überzeugende Darsteller sind und sein müssen«. Die Aufführung stehe und falle mit der »Bühnenpräsenz« der drei Protagonist*innen, und diese sei auf der Studiobühne Zwinger 1 »bestens gegeben«.

     

    Zugleich »heiter und entspannt«, aber auch »verstörend« − beide Aspekte der Vorlage würde Michael Nymans Kammeroper bedienen, so Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (30. März 2022). Regisseurin Amna Shadad habe allen drei Protagonist*innen des Stücks »ihre Individualität« gelassen, wenn diese »quasi von außen auf sich selbst blicken und an ihren verwirrenden Befindlichkeiten nicht verzweifeln, sondern mit Verstörungen leben lernen«. Die »besondere Qualität« von Nymans Musik sei, dass sie »grundiere« und zugleich »illustriere«, weiter machten »griffige Zitate und rockige Bezüge« die Oper attraktiv. Unter Paul Taubitz am Dirigentenpult präsentiere das Philharmonische Orchester Heidelberg die Musik »sehr konzentriert, dicht und klangbewusst«.