Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Schauspiel

Die Anschläge von nächster Woche

Schauspiel von Thomas Arzt

  • Archiv – Spielzeit 2017|18

  • Uraufführung

    Do 22.03.2018, 20.00–21.45 UhrMit Publikumsgespräch Zwinger 1+

Der Veranstaltungstechniker Armin hat ein Problem. Er scheint terroristische Anschläge regelrecht anzuziehen. Oder auszulösen. So genau weiß er das nicht. Jedenfalls war er im November 2015 in Paris, hatte für ein Konzert die Technik aufgebaut, dann während der Veranstaltung in einer Bar Bier getrunken, als die ersten Schüsse fielen. Im Juli 2016 hatte er beruflich in Nizza zu tun, Großauftrag wegen der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Dann landete er bei einer Firma, die Beleuchtungen auf Weihnachtsmärkten in Berlin installierte. Es musste daher nur eine Frage der Zeit sein, dass es auch den Behörden eines Tages auffallen würde: Armin zog eine Spur des Bösen durch Europa. Er besucht seine Ex-Freundin Eva, die auf dem Land lebt, in der Hoffnung, dort zur Ruhe zu kommen. Doch auch hier verändere sich alles, meint Eva. Am Feld draußen steht derweil lauernd Sonderermittler Göttinger. Er wird Armin nicht mehr von der Seite weichen. Aus der Jagd nach einem Terroristen, den es gar nicht gibt, entspinnt sich eine Freundschaft zwischen Männern, für die das Leben ohne Bedrohung schon gar nicht mehr denkbar ist.

Das neue Stück von Thomas Arzt, der bereits mit Grillenparz und Alpenvorland beim Heidelberger Stückemarkt vertreten war, ist ein Auftragswerk für das Theater und Orchester Heidelberg.

Im Anschluss an die Vorstellung vom 22. März findet ein Publikumsgespräch im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

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Die Anschläge von nächster Woche

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Für den SWR2 besuchte Martina Senghas eine Probe zu Die Anschläge von nächster Woche und sprach mit Regisseurin Brit Bartkowiak. Ihren Beitrag, gesendet am 08.02.2018 im SWR2-Kulturthema, können Sie im Online-Angebot des SWR nachlesen und nachhören.

     

    Die »alles beherrschende Rolle« in Thomas Arzts neuem Stück spiele das »Angstgefühl«, so Harald Raab in der nachtkritik (10.02.2018). Regisseurin Brit Bartkowiak zeige diese Erscheinung in vielgestaltiger Form und hohem Tempo, ziehe »alle Action-Register« um den Stücktext »aufzumischen«, habe aber auch »das Bruchstückhafte dieses Verwirrtheaters« herausgearbeitet. Fazit des Rezensenten: »German Angst ist unser ständiger Begleiter, wächst exponentiell und hat überhaupt eine blühende Zukunft. (…) Dieses Phänomen einer Angst, die sich stetig potenziert, als Angst vor der nächsten Angst, arbeiten das Stück von Thomas Arzt und die Inszenierung von Brit Bartkowiak mit viel Spektakel eindrucksvoll heraus.«