Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Schauspiel

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

    WiederaufnahmeSo 22.09.2019, 19.00–21.50 Uhr, eine Pause Marguerre-Saal+

Nach dem Englischen des John Gay übersetzt von Elisabeth Hauptmann

Empfohlen ab 14 Jahren

Bertolt Brechts Welterfolg von 1928 porträtiert eine Gesellschaft, die in Armut, Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität, Korruption und Prostitution lebt.
Der zunehmenden Verhärtung der Menschen zum Trotz macht der scheinheilige Moralapostel Jonathan Peachum sein Geschäft mit der Jämmerlichkeit anderer. Er hat eine Bettleragentur gegründet, in der er »jeden Mann in fünf Minuten in ein so bejammernswertes Wrack verwandelt, dass ein Hund weinen würde, wenn er ihn sieht«. Der berüchtigte Gangsterboss Mackie Messer legt sich mit Peachum an, als er Polly – Peachums Tochter – heiratet. Der Bettlerkönig verlangt die sofortige Verhaftung des Gangsters und erpresst den Polizeichef Tiger Brown mit einer gewaltigen Bettlerdemonstration.

»Die Dreigroschenoper« ist eine Studie über den Defekt der bürgerlichen Gesellschaft, die nicht mehr in, sondern von der Moral lebt, denn »erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral«. All dies wird in den Songs der »Dreigroschenoper« auf eine wunderbare und oft komische Art und Weise beschrieben. In Holger Schultzes Neuinszenierung wird die bekannte Hamburger Band »Tante Polly«, unterstützt durch Musiker aus der Region, Weills Musik auf die Bühne bringen. Dabei erscheinen Brechts vor neunzig Jahren geschriebene Bosheiten wie Analysen und Kommentare zu den ökonomischen Turbulenzen der Gegenwart: »Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?«

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Begleitmaterial | Vorbereitung

Termine

So 20 Oktober
19.00–21.50 Uhr > Marguerre-Saal | anschl. Publikumsgespräch

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Sa 26 Oktober
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Weitere Termine
Di 5 November
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal | 18.45 Uhr Einführung

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Fr 8 November
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

So 10 November
15.00–17.50 Uhr > Marguerre-Saal | 14.15 Uhr Einführung

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

So 1 Dezember
19.00–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Mi 18 Dezember
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Mo 23 Dezember
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Di 31 Dezember
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Mi 20 Mai
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Mi 20 Mai
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

Mo 25 Mai
19.30–22.20 Uhr > Marguerre-Saal

Die Dreigroschen­oper

von Bertolt Brecht | Musik von Kurt Weill
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern

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Änderungen vorbehalten

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Die Dreigroschenoper

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Für das Deutschlandradio war Michael Laages zu Gast bei der Premiere und berichtete anschließend im Gespräch mit Redakteur Eckhard Roelcke. Den Beitrag, gesendet in der Sendung »Fazit« am 23. Juni 2019, können Sie im Online-Angebot des Deutschlandradios oder hier nachhören.

     

    Regisseur Holger Schultze habe den Klassiker mit »viel Herz und Biss, als ebenso turbulentes wie hintergründiges Spiel« auf die Bühne gebracht, meint Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (25. Juni 2019), und es passe ausgezeichnet, wie hier die »politischen, ja durchaus aktuellen Nuancen« subtil eingearbeitet würden. Der Regisseur zeichne »immer stimmige Figuren« und das »tolle Ensemble« zeige »unübersehbar Spielfreude«, agiere ebenso »locker wie hochgespannt«. »Bemerkenswert« sei die »schmissige« Darbietung der Songs, überhaupt sei mit der Musik ein »Glücksgriff« gelungen: Die Instrumentalisten von Tante Polly agierten »ganz ausgezeichnet« und befeuerten skurril und frech auch immer wieder die Handlung.

     

    Von einem »unterhaltsamen Abend« mit Revue-Charakter und »diversen Anspielungen auf die Trivialkultur« berichtet Thomas Rothschild auf nachtkritik.de (24.6.2019). Regisseur Holger Schultze habe auf die Musik gesetzt; die Heidelberger Schauspieler könnten singen und damit sei der »lange begeisterte Schlussapplaus« bereits vorprogrammiert.

     

    Eine »runde Sache. Durch und durch« bescheinigt Volker Oesterreich der Inszenierung in der Rhein-Neckar-Zeitung (25. Juni 2019). In einer Nummern-Revue mit »knallig bunter Wirkung« der Bühne und der »großartig designten Kostüme« könnten die »schmissigen Songs« ihren Sexappeal entfalten. Zudem bereichere Regisseur Holger Schultze die Inszenierung »zum Vergnügen des Publikums« mit einer Reihe »satirischer Momente«. Besonders gefeiert worden seien Sheila Eckhardt als Polly und »Erzkomödiant« Steffen Gangloff als Mackie Messer wie auch Katharina Quast und Hans Fleischmann als Mrs. und Mr. Peachum.