Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Musiktheater

Die lustige Witwe

Operette in drei Akten von Franz Lehár

  • Archiv – Spielzeit 2018|19

  • So 02.06.2019, 19.00–21.30 Uhr, eine Pause Marguerre-Saal+

Text von Victor Léon und Leo Stein

Empfohlen ab 13 Jahren

Staatsbankrott in Pontevedro. Vorbei ist das süße Leben, vorbei auch die Zeiten, in denen das Wort »Vaterland« Tränen der Rührung auf die Wangen manch hartgesottenen Bürgers zu zaubern vermochte.
Wirklich vorbei? Noch nicht! Der Tod des millionenschweren Landeskindes Glawari lässt auf die Sanierung der Staatskasse hoffen, wenn denn die junge Witwe nebst dem Erbe im Lande bleibt. Für Hanna Glawari aber ist Patriotismus keine Herzensangelegenheit. Lieber reist sie nach Paris. Etwa, um sich dort wieder zu verheiraten? Das muss verhindert werden! Nur droht der Plan zu scheitern, Hanna mit dem begehrtesten Junggesellen Pontevedros in Paris, Graf Danilo Danilowitsch, zu verkuppeln und so die Millionen und das Vaterland zu retten. Denn Hanna und Danilo: da war doch mal was …

Zeit seines Lebens träumte Franz Lehár davon, ein Opernkomponist im Stil seines bewunderten Freundes Giacomo Puccini zu werden. Stattdessen erlangte Lehár mit schmissigen Operetten wie der 1905 uraufgeführten »Lustigen Witwe« Weltruhm.
Regie führt Intendant Holger Schultze, der mit Erfolgen wie dem Musical »Kiss me, Kate« bereits Musiktheater in Heidelberg gezeigt hat – nun erstmals im Marguerre-Saal.

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Die lustige Witwe

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Ein »turbulentes Bühnengeschehen« rund um die »Triebfedern« Liebe und Geld beobachtete Volker Oesterreich für die Rhein-Neckar-Zeitung (8.4.2019). Mit der aufwendigen Inszenierung der »walzerseligen Operetten-Klamotte« habe Regisseur und Intendant Holger Schultze bewiesen: »Schultze kann nicht nur Shakespeare, er kann auch Schnulze«. Das gesamte Haus habe sich »mit Schmackes« auf das Operettenfach eingelassen, allen voran Dietger Holm, der dem Philharmonischen Orchester »farbenreichen Schmelz« verliehen und für manchen Ohrwurm beim Publikum gesorgt habe. Neben Ipča Ramanović mit »melodiösem Bariton und kerniger Ausstrahlung« und Juanita Lascarro mit »lieblichem Sopran« überzeugten den Rezensenten vor allem Wilfried Staber als Baron Mirko und Yasmin Öskan mit »wunderbar warmem Sopran« als seine untreue Gattin sowie der »ausgefuchste Komiker« Steffen Scheumann. Die Bühnenarchitektur Marcel Kellers biete »etliche Auftrittsmöglichkeiten und Überraschungsmomente«, auch für den »perfekt einstudierten Chor« und die »perfekt choreografierte Laszivität« der Grisetten, die einen »Hauch von Friedrichstadtpalast« in den Marguerre-Saal bringe.

     

    Regisseur Holger Schultze sei hier ein »Rundumsorglos-Paket« gelungen, »in dem sich Charme und Witz, pointierte Musik und variable Bühne, geschmackvolle Kostüme und ein spielfreudiges Ensemble zu einer pikanten Mischung verbinden«, meint Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (9.4.2019). »Turbulente Szenen« mit »aufwändig« gestalteten Kostümen würden begleitet vom »hellwachen« Philharmonischen Orchester unter Dietger Holm, das die Musik »je nach Bedarf attraktiv oder behutsam-sensibel« gestaltet habe. Lob des Rezensenten auch für die Besetzung, in der »Spiel und Gesang eine attraktive Balance« hielten.