Theater und Orchester Heidelberg
Foto Lupi Spuma

Erinnya

von Clemens J. Setz in der Regie von Claudia Bossard, Schauspielhaus Graz

  • Archiv – Spielzeit 2018|19

  • UraufführungGastspiel

    Do 02.05.2019, 20.30–21.45 UhrMit Publikumsgespräch Alter Saal+

Mit »Erinnya« treibt der Grazer Autor Clemens J. Setz seine Beschäftigung mit Technologie und Liebe, Verwertungslogiken und Einsamkeit in neue Höhen. Digitale Depression trifft auf analoge Vorzeigefamilie und künstliche Intelligenz auf Heidelbeer-Kurkuma-Joghurt. Im Zentrum steht die Figur des Matthias, eines jungen Mannes, der aus einer Phase der schweren Panikstörungen und Depressionen herausfand, indem er ein neuartiges System verwendet: das Erinnya. Dieses digitale, angeblich demokratische Netzwerk, generiert in Realtime Sätze, die Matthias über ein Headset eingegeben werden und die ihm im Alltag helfen, mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Diese Art des Sprechens und Denkens wirkt zu Beginn noch recht bizarr auf seine Mitmenschen, doch sowohl Matthias als auch das Erinnya lernen ständig weiter.
Auf wunderbare Weise mischt Clemens Setz Technologie-Hype und Zukunftsängste mit antiken Rachegöttinnen und Fernsehserien-Figuren. Wer kontrolliert hier eigentlich wen? Und wie lange halten es familiäre Gemütlichkeit und Internet 4.0 unter einem Dach aus?

Die Schweizer Regisseurin Claudia Bossard war bereits 2016 zu Gast beim Heidelberger Stückemarkt mit der Inszenierung »lupus in fabula«, ebenfalls vom Schauspielhaus Graz.

Besetzung

Regie Claudia Bossard | Bühne Frank Holldack | Kostüme Elisabeth Weiss | Komposition Jan Christoph Godde | Dramaturgie Martin Baasch
Mit Alida Bohnen, Alex Deutinger, Nico Link, Tamara Semzov, Susanne Konstanze Weber, Martina Zinner

Videos

Erinnya

Trailer des Schauspielhauses Graz