Theater und Orchester Heidelberg

Schauspiel

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
Empfohlen ab 14 Jahren

Berlin um 1930. Ruhelos durchstreifen Jakob Fabian und sein Freund Stephan Labude die brodelnde Großstadt, lernen Menschen aus allen sozialen Schichten kennen und erleben gewissenlose Manipulationen. Während Labude politisch zu handeln versucht, bleibt Fabian passiv. Da wird ihm ein Posten bei einer rechtsgerichteten Zeitung angeboten.

»Fabian«, ursprünglicher Titel »Der Gang vor die Hunde«, ist Erich Kästners Meisterwerk, eine weitsichtige Satire auf deutsche Zustände am Ende der »goldenen« Zwanziger Jahre. Die Weimarer Republik steuert auf ihren Untergang zu. Der Kapitalismus gipfelt in der Weltwirtschaftskrise und liefert die Bevölkerung mehrheitlich dem ökonomischen und psychischen Ruin aus. Totalitäre Ideologien haben Konjunktur. Ihre Schrecken nimmt Kästners »Geschichte eines Moralisten« vorweg. Mit beunruhigenden Parallelen zur heutigen Zeit.

Eine Einführung des Dramaturgen Jürgen Popig können Sie hier hören:

Termine

Mo 18 Oktober
19.30–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
Di 19 Oktober
19.30–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
Do 4 November
19.30–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
Weitere Termine
Do 18 November
19.30–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
So 21 November
19.30–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
Sa 4 Dezember
19.30–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
So 19 Dezember
19.30–21.50 Uhr > Marguerre-Saal

Fabian

nach dem Roman von Erich Kästner

14+
Weitere Termine
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Änderungen vorbehalten

Regieassistenz Goldie Röll, Georg Zahn
Bühnenbildassistenz Margarita Bock, Julica Schwenkhagen
Kostümassistenz Naomi Kean
Hospitanz Sonja Husemann
Inspizienz Joris Freisinger
Soufflage Sarah Kreß

Technischer Direktor Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Leitung Bühnentechnik, Bühnenmeisterin Michaela Abts
Leiter der Beleuchtungsabteilung Ralf Kabrhel
Leiter der Tonabteilung Alexander Wodniok
Ton Luisa Sachs, Konstantin Springer
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga, Kristina Flachs (stellv.)
Kostümbearbeitung Kristina Flachs
Leiterin der Ankleiderei Sabrina Flitsch
Gewandmeisterin Damen Karen Becker
Gewandmeisterin Herren Alexandra Partzsch
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger, Martina Müller (stellv.)
Abendmaske (alternierend) Kerstin Glinz, Laura Moormann, Jovana Elena Ruf, Laura Stumpf
Leiterin der Requisite Lotte Linnenbrügger
Requisiteur Laurenz Micke
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei Klaus Volpp

 

Bilder


Videos

Fabian

Trailer von Siegersbusch Film

Pressestimmen

  • Besonders die »emotionale Kraft des Stoffs« habe das Regieteam um Brit Bartkowiak »überzeugend erfasst«, bemerkt Elisabeth Maier auf nachtkritik.de (8. Oktober 2021) und lässt sich gerne »betören« von Katharina Uhlands »starker Selbstinszenierung als Filmikone«, von »erotischen Augenblicken« zwischen Friedrich Witte als Fabian und Jonah Moritz Quast als dessen bester Freund Labude sowie der »grandios in Szene gesetzten Liebe« zwischen Fabian und Cornelia. Der Regisseurin sei »mit starker Videokunst und feinem Gespür für die Sprache« eine Theaterfassung gelungen, die »durch ihre Direktheit« überzeuge und ein »großartiges Porträt der Gesellschaft in den 30er-Jahren« zeichne, deren »tiefe Risse alles andere als nostalgisch sind«.

     

    Mit einem »fabelhaften Ensemble« werde hier eine Gesellschaft gezeigt, deren Protagonisten »längst nicht mehr nach dem Sinn des Lebens« suchten, sondern sich »in dessen Sinnlosigkeit dauerhaft eingerichtet« hätten, konstatiert Alfred Huber im Mannheimer Morgen (11. Oktober 2021). »Faszinierend« findet der Rezensent, wie konsequent die Regisseurin Kästners Vorlage »mit Hilfe von Videos und zahlreichen Bewegungsabläufen« in eine »dynamische Choreografie« übertragen habe, um »subjektive Einzelbeschreibungen in plakative Gruppenbilder zu verwandeln«.

     

    Für die Rhein-Neckar-Zeitung (11. Oktober 2021) beobachtete Volker Oesterreich ein »vielstimmiges Konzert aus Worten und Warnungen, aus Sensationen und Sentimentalitäten, aus Exzessen und Erkenntnissen«; einen Abend, der »ganz« auf seinen Hauptdarsteller Friedrich Witte »zugeschnitten« sei, der seinen Fabian »mit Bravour« spiele: »Er ist quirlig und schmachtend verliebt, steckt voller Gedanken, redet kritisch, verharrt aber doch in beobachtender Passivität.« »Viel Respekt« und »kräftigen Beifall« habe das Publikum allen Beteiligten gezollt, allen voran Friedrich Witte und Regisseurin Brit Bartkowiak.