Theater und Orchester Heidelberg
Foto David Baltzer

Homohalal

von Ibrahim Amir in der Regie von Laura Linnenbaum, Staatsschauspiel Dresden

  • Archiv – Spielzeit 2017|18

  • UraufführungGastspiel

    So 22.04.2018, 20.30–22.15 UhrMit Publikumsgespräch Marguerre-Saal+

Im Dezember 2012, drei Jahre bevor Millionen Menschen den Weg über das Mittelmeer nach Europa suchten, besetzten Asylsuchende aus dem Mittleren Osten die Wiener Votivkirche, um auf ihre prekäre Lebenssituation in Österreich aufmerksam zu machen. Es entbrannte eine heiße Debatte in den Medien, Parteien und private Initiativen von Links und Rechts schalteten sich ein. Die Schutzflehenden wurden einerseits idealisiert, andererseits kriminalisiert.

Der aus Syrien stammende und in Wien lebende Autor Ibrahim Amir arbeitete zwei Jahre lang in Workshops mit Geflüchteten und Aktivist*innen zusammen und führte zahlreiche Gespräche mit den verschiedenen Beteiligten. Das aus diesen Recherchen entstandene Stück ist eine schonungslose Abrechnung mit Klischees und Vorurteilen, eine bitterböse Komödie über zwischenmenschliche und kulturelle Konflikte.

Nach der heftig diskutierten Absage der geplanten Uraufführung in Wien 2016 kam das Stück in einer auf Dresden umgeschriebenen Fassung auf die Bühne. Dazu Ibrahim Amir: »Die Konflikte, die es in Wien gibt, gibt es genauso in Dresden und überall sonst.« Zeit, uns ihnen zu stellen.

 

Nominiert für den Mülheimer Dramatikerpreis 2018

Besetzung

Regie Laura Linnenbaum | Bühne Valentin Baumeister | Kostüme David Gonter | Video Jonas Englert | Licht Olaf Rumberg | Dramaturgie Michael Isenberg

Mit Annedore Bauer, Holger Bülow, Thomas Kitsche, Valentin Kleinschmidt, Matthias Luckey, Anna-Katharina Muck, Rouni Mustafa, Thomas Schumacher, Elzemarieke de Vos

Videos

Homohalal

Trailer von artgenossen.tv