Theater und Orchester Heidelberg

Musiktheater

I Capuleti e i Montecchi
(Romeo und Julia)

Lyrische Tragödie in zwei Akten von Vincenzo Bellini

  • Archiv – Spielzeit 2021|22

  • Do 14.04.2022, 19.30–22.00 Uhr, eine Pause Marguerre-Saal+

Texte von Felice Romani, nach William Shakespeare und der italienischen Überlieferung
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Empfohlen ab 14 Jahren

Jahrhunderte alt, doch bis heute immer wieder neu erzählt, ist die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia. Zum endgültigen Weltruhm gelangte sie Dank des Engländers William Shakespeare. Vincenzo Bellini (1801–35), der früh verstorbene Komponist des Belcanto, und sein Librettist Felice Romani entschieden sich in ihrer Version, das Erzählzentrum um den Konflikt der verfeindeten Familien Romeos und Julias, die Capulets und die Montagues, zu errichten. Kritiker mahnten die fehlenden lyrischen Passagen an, die ja gerade Shakespeares Drama als so besonders auszeichneten. Doch eben da setzt Bellinis musikalische Meisterschaft an. Weitgespannte melodiöse Bögen verbinden kunstvolle Arien und spannungsreiche Szenen zu einem so dichten wie virtuosen Musiktheaterwerk.

Eine Einführung der Musiktheaterdramaturgin Ulrike Schumann können Sie hier hören.

Besetzung

Studienleitung Johannes Zimmermann
Musikalische Einstudierung Senta Uto, Aurelia Andrews, Paul Taubitz, Hanna Pyo
Regieassistenz und Abendspielleitung Christine Arnold
Inspizienz Sandra Wisotzki
Bühnenbildassistenz Bettina Ernst
Kostümassistenz Oktavia Zyta Herbst
Regiehospitanz Irina Dannenberg
Kostümhospitanz Nele Bracht
Musiktheaterpädagogik Maura Kopschitz
Erstellung der Übertitel Ulrike Schumann
Übertitelinspizienz Martin Becher, Florian Lang, Cecilia Schulze

Technischer Direktor Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Leiterin der Bühnentechnik Michaela Abts
Bühnenmeister Brandon Ess
Leiter der Beleuchtungsabteilung Ralf Kabrhel
Leiter der Tonabteilung Alexander Wodniok
Ton Luisa Lange, Thomas Mandl
Video Hanna Green
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga, Kristina Flachs (stellv.)
Kostümbearbeitung Kristina Flachs
Gewandmeisterin Damen Dagmar Gröver
Gewandmeisterin Herren Katja Ulrich
Leiterin der Ankleiderei Sabrina Flitsch
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger, Martina Müller (stellv.)
Abendmaske Amelie Broich, Martina Müller, Lili Zawierucha
Leiterin der Requisite Lotte Linnenbrügger
Requisite Jürgen Kohl-Wilz
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei Klaus Volpp

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I Capuleti e i Montecchi (Romeo und Julia)

Trailer von Siegersbuschfilm

Pressestimmen

  • »Überaus positiv« bewertet Stefan M. Dettlinger im Mannheimer Morgen (29. November 2021) den Opernabend, was GMD Elias Grandy und Regisseurin Andreas Schwalbach zu verdanken sei. Grandy fächere mit Orchester und Chor »fast wie unter einem Mikroskop die psychologischen Feinheiten der Partitur auf«; Alyona Rostovskaya singe die Giulietta-Partie »wunderschön und beseelt« mit »betörenden Kantilenen«, Zlata Khershberg den Romeo »kraftvoll, klangschön« − »gewissermaßen tadellos«. Die »gute Arbeit« der Heidelberger Oper höre man darüber hinaus auch den kleinen Partien an. In ihrer Inszenierung sei Schwalbach dem »Prinzip der Reduktion« gefolgt und bringe »die Unmöglichkeit der Liebe in einer heute seltenen Intensität« auf die Bühne. Der Rezensent bescheinigt dem Theater einen »sehr guten Abend«, der zeige, »dass ein Werk, dem man folgt, funktionieren und nicht altbacken wirken kann«.

     

    Nicht nur »Schöngesang«, sondern ein »psychologisch tiefschürfendes Doppelporträt zweier hoffnungslos liebender Menschen« biete Bellinis Vorlage, und das sei Regisseurin Andrea Schwalbach offensichtlich bewusst, schreibt Frank Pommer in der Rheinpfalz (29. November 2021). Auch die beiden Protagonistinnen der Heidelberger Inszenierung würden nicht nur »schön singen«, sondern verkörperten in ihrem Spiel und »durch ihre stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten die ganze Verzweiflung einer jungen desillusionierten Generation«. Auch den Männerstimmen zollt der Kritiker Respekt; es sei hier eine »wirklich erstaunliche homogene Ensembleleistung« zu sehen, unterstützt von einem »bestens aufgelegten Chor«.