Theater und Orchester Heidelberg

Schauspiel

Im Schatten kalter Sterne

von Christoph Nußbaumeder

    Uraufführung

    Fr 09.11.2018, 19.30–20.50 Uhr 18.45 Uhr Einführung Alter Saal+

Empfohlen ab 15 Jahren

Es läuft rund für den aufstrebenden Programmierer Wolfgang Anders: Sein Start-up-Unternehmen wurde von einem erfolgreichen Konzern aufgekauft, der ihn als Leiter seines Herzensprojekts übernommen hat, auf der After-Hour-Party des Firmenjubiläums hat er seine neue Freundin kennengelernt und der Hauskauf ist auch in trockenen Tüchern.
Woran genau er arbeitet? Es ist kompliziert: Wolfgang programmiert Mikrodrohnen, die als vollautonomer Schwarm künftige militärische Operationen sauber und effizient ausführen sollen. Das »Ethik-Modul« wird praktischerweise parallel mitentwickelt, falls die Zeit reicht. Wolfgang gerät ins Schleudern, als er vom Selbstmord seines besten Freundes Thomas erfährt. Plötzlich verfangen sich die Fragen über die Konsequenzen seiner Programme, denen er sich vorher recht unbekümmert stellte, in seinem eigenen System. Und während der Druck auf Wolfgang zunimmt, wird Thomas sein ständiger Begleiter.

Christoph Nußbaumeders neues Stück setzt sich mit künstlicher Intelligenz in der Rüstungsindustrie auseinander und bindet das hochkomplexe Thema an die persönliche Verantwortung des Einzelnen. Entstanden ist eine ganz heutige Spielart der »Physiker«, die unseren Fortschrittsdrang einmal mehr hinsichtlich seiner Risiken und Chancen unter die Lupe nimmt.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: »Mal gucken!« | Einführung

Termine

Fr 25 Januar
19.30–20.50 Uhr > Alter Saal | 18.45 Uhr Einführung

Im Schatten kalter Sterne

von Christoph Nußbaumeder

Sa 26 Januar
Zum letzten Mal
19.30–20.50 Uhr > Alter Saal | 18.45 Uhr Einführung

Im Schatten kalter Sterne

von Christoph Nußbaumeder

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Änderungen vorbehalten

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Im Schatten kalter Sterne

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Der Autor baue in seinem Stück über künstliche Intelligenz auf die Gesetze des »well made play« und spitze eine Kontroverse um moralisches Handeln zu, berichtet Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (08.10.2018). Regisseur Bernhard Mikeska habe in den dialogstarken Szenen mit großer Handlungsdichte und vielen Überraschungsmomenten auf »flotte Szenenwechsel« gesetzt, rhythmisiert durch die visuellen und akustischen »Blackouts«, durch die der Abend eine »besondere Note« erhalte.

     

    Eine »kurzweilige Aufführung« biete Regisseur Bernhard Mikeska mit »dichten szenischen Abfolgen« und einer »kühl-sachlichen Atmosphäre, in der das Ensemble mit knappen Dialogen eine Welt beschreibt, die gewiss nicht dazu beiträgt, den Glauben an das Gute im Menschen zu festigen«, so Alfred Huber im Mannheimer Morgen (09.10.2018). Schauspieler und Regisseur blickten hier »ohne falsche Anbiederung auf die Reste eine Vitalität, die fast ausschließlich dem Kapital gewidmet« sei.