Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Schauspiel

Josef und Maria

von Peter Turrini

  • Archiv – Spielzeit 2018|19

  • Sa 08.12.2018, 18.00–19.00 Uhr Galeria Kaufhof am Bismarckplatz

Josef und Maria am Weihnachtsabend. Statt dem Stall in Bethlehem ein Kaufhaus, statt dem Jesuskind eine Schnapsflasche.
In Peter Turrinis »Josef und Maria« treten nicht die biblischen Gestalten auf, sondern Josef Pribil, Nachtwächter in besagtem Kaufhaus, und Maria Patzak, Reinigungskraft. Maria, die von ihrem Sohn vom Weihnachtsessen ausgeladen wurde, und Josef, der Letzte der Genossen, der von seinen Parteifreunden zum Zeitungsverkauf abgeschoben worden ist, wollten eigentlich nur eines: der organisierten weihnachtlichen Nächstenliebe aus dem Weg gehen. Doch auf ihrer Flucht vor dem besinnlichen Beisammensein treffen sie aufeinander.
Abgesehen davon, dass sie beide in Rente sind und sich mit den Gelegenheitsjobs ihren Lebensunterhalt aufbessern, haben sie nicht viel gemeinsam. Während Maria völlig unpolitisch ist, in ihrer Jugend von einer Karriere als Tänzerin träumte und Hitlers Ideen nicht abgeneigt war, hat Josef sich als überzeugter Kommunist die Weltrevolution erhofft. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten im Privaten: Beide haben sie ihre Jugendträume nicht verwirklichen können und beide haben niemanden, mit dem sie den Weihnachtsabend verbringen wollen. Zuerst zögerlich, mit der Hilfe einer Flasche Weinbrand immer ausgelassener, feiern die beiden ihr eigenes Fest – eine Party auf das Leben, das Altsein und die Einsamkeit.

Besetzung

Bilder


Pressestimmen

  • »Hervorragend« spielten Christina Rubruck und Olaf Weißenberg die zwei »Übriggebliebenen«, meint Martin Vögele im Mannheimer Morgen (23.11.2018). Regisseur Fabian Appelshäuser sei hier eine »sehenswerte, berührende Deutung« gelungen.

     

    »Ganz fantastisch« findet auch Heribert Vogt in der Rhein-Neckar-Zeitung (23.11.2018) die Leistung der Darsteller: »Die hohen Erwartungen an diesen auch stadtgeschichtlich so emotionsgeladenen Spielort haben sie schauspielerisch voll erfüllt, wenn nicht übertroffen.« Am Ende der Vorstellung: »Begeisterter Applaus« für den »aufrüttelnd-spannenden« Theaterabend.

     

    Für den SWR besuchte Eberhard Reuß eine Probe und sprach mit verschiedenen Beteiligten der Produktion. Seinen Beitrag, gesendet am 21.11.2018 im SWR4, können Sie hier nachhören.

     

    Das SWR-Fernsehen sendete am 22.11.2018 im Magazin »SWR Aktuell Baden-Württemberg« einen Beitrag von Eberhard Reuß. Das Video können Sie in der Mediathek des SWR abrufen.

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