Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Schauspiel

Junk

von Ayad Akhtar

  • Archiv – Spielzeit 2018|19

  • Do 06.06.2019, 19.30–22.20 Uhr, eine Pause 18.45 Uhr Einführung Marguerre-Saal+

Aus dem Englischen von Michael Raab

Empfohlen ab 16 Jahren

Es ist das Jahr 1985: Robert Merkin, Kopf des Investmentunternehmens Sacker Lowell, hat binnen kürzester Zeit die Finanzwelt auf den Kopf gestellt. Seine einfache wie aggressive Lösung: Schulden sind Kapital. Auf dem Cover des Time Magazine wird er für seine Erfolge als »Amerikas Alchemist« gefeiert. Sein nächstes Opfer: der Stahlkonzern Everson Steel and United. Merkin setzt mit seiner riskanten Spekulation einen Finanzkrieg in Gang, der Magnaten gegen Arbeiter, Anwälte gegen Journalisten und letztendlich jeden gegen jeden aufwiegelt. Ayad Akhtars spektakulärer Wirtschaftskrimi erzählt von den Anfängen des Turbokapitalismus, als es einer mutigen Generation von Spekulanten und Investoren gelang, den Finanzsektor von der Realwirtschaft zu entkoppeln und so die Wirtschaftswelt irreparabel umzukrempeln.

Ayad Akhtar, geboren 1970 in New York, wuchs in Wisconsin auf und studierte Theater an der Brown University. Nach Abschluss des Studiums verbrachte er ein Jahr in Italien, wo er Schauspiel bei Jerzy Grotowski studierte. Es folgte ein Masterstudium in Regie an der Columbia University in New York. Akhtar schreibt für Theater, Film und Fernsehen, sein neues Stück »Junk« erschien 2016.

Theaterpädagogisches Begleitmaterial: »Mal gucken!«

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Junk

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • »Junk« in der Inszenierung von Brit Bartkowiak besteche mit einer »großartigen Ensembleleistung«, meint Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (27.04.2019). Der kurzweilige Theaterabend um »überhitzte Märkte und ebenso hitzige Akteure« mache Spaß, auch wenn man nicht alle Details der Finanzwirtschaft durchschaue.

     

    Mit »viel Tempo« und »prägnanter Figurenzeichnung« habe Regisseurin Brit Bartkowiak das »Stück amerikanischer Zeitgeschichte« auf die Bühne gebracht, schreibt Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (27.04.2019). »Sehr individuell« seien die Figuren besetzt und die Regisseurin sei der Versuchung entgangen, »das Personal zum Panoptikum zu degradieren«: »umso stärker wirkt das Bühnengeschehen«.