Theater und Orchester Heidelberg
Shahar Lavi; Foto Ludwig Olah

Musiktheater

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

Libretto von Giovanni Palazzi
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Empfohlen ab 15 Jahren

Mit einem barocken Feuerwerk an virtuosen Koloraturarien und unvergesslichen Melodien widmet sich der Winter in Schwetzingen nun einem der bedeutendsten Komponisten des Barocks: Antonio Vivaldi!

Antonio Vivaldis Familientragödie von 1720 bildet einen Höhepunkt seines mittlerweile fast vergessenen Opernschaffens. Knapp 100 Bühnenwerke soll der venezianische Meister zu verantworten haben, die meisten hiervon heutzutage verschollen.
Herrscher Mamud quält das schlechte Gewissen. Einst vertauschte er, aus Liebe zu seiner Zofe Damira, unbemerkt Kind und Kegel und gab seinen unehelichen Sohn als den rechtmäßigen Thronfolger aus. Nun bereut er seine Tat und steht im Kreuzfeuer zwischen Macht, Liebe, Zorn und Moral.

Die international gefragte Heidelberger Regisseurin Yona Kim (unserem Publikum bekannt durch verschiedene Regiearbeiten, unter anderem »Wir gratulieren/Der Ring des Polykrates«) zeigt das zu Unrecht in Vergessenheit geratene affektgeladene Drama unter Mitwirkung von Sängerstars der Barockszene, darunter die beiden Countertenöre David DQ Lee und Philipp Mathmann neben einem Ensemble der Extraklasse, im pittoresken Schwetzinger Rokokotheater.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Einführung

Termine

Fr 14 Dezember
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

So 23 Dezember
15.00–17.30 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 14.30 Uhr Einführung

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

Weitere Termine
Do 27 Dezember
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

So 13 Januar
15.00–17.30 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 14.30 Uhr Einführung

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

Di 15 Januar
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

Sa 19 Januar
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

Fr 25 Januar
Zum letzten Mal
19.30–22.00 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen | 19.00 Uhr Einführung

La verità in cimento

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi

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Änderungen vorbehalten

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La verità in cimento

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Für den SWR2 war Kathrin Kreusel Gast bei den Proben und sprach mit Regisseurin Yona Kim, Dramaturg Thomas Böckstiegel sowie Sänger*innen der Produktion. Ihren Beitrag, gesendet am 30.11.2018 im Magazin »Treffpunkt Klassik«, können Sie im Online-Angebot des SWR nachhören.

     

    Für den Deutschlandfunk besuchte Dieter David Scholz die Premiere in Schwetzingen und berichtete anschließend live in der Sendung »Fazit« von seinen Eindrücken. Das Gespräch mit Redakteurin Andrea Gerk können Sie im Online-Angebot des Deutschlandfunks nachhören.

     

    »Endlich mal wieder eine lohnende Wiederentdeckung«, freut sich Stefan M. Dettlinger im Mannheimer Morgen (03.12.2018). Von der Sinfonia bis zum Finalchor habe Vivaldi hier ein »Feuerwerk musikalischer Explosionen und Schweife, ein pyromanisches Spektakel mit einem virtuosen Hit nach dem anderen« komponiert, und das würde von Solisten und Orchester unter Davide Perniceni »erstaunlich gut und mit Drive« umgesetzt – allein dafür lohne der Abend. »Klug« nennt der Kritiker den Ansatz der Regisseurin, die Oper in die Gegenwart zu holen und einen »psychologischen Kammerspielthriller« zu zeigen. Auch Yona Kims Personenführung trage zu einem Abend bei, »an dem vieles stimmt«. Viel Lob auch für die Sängerdarsteller, besonders Francesca Lombardi-Mazzulli (»leidenschaftlich gespielt und virtuos-stilecht gesungen«), Philipp Mathmann (»Riesensoprantalent«) und David DQ Lee (»virtuos«, »toll«). Auch die übrigen hätten ihren Anteil an »diesem Abend mit Suchtcharakter. Alles ist gut. Nichts wie hin!«

     

    In der Rhein-Neckar-Zeitung schreibt Matthias Roth, Regisseurin Yona Kim gestalte die Handlung auf der Bühne »stringent als virtuoses Kammerspiel«. Die durch »intelligente Striche« gekürzte Fassung überzeuge auch, weil sie »der Musik wirkungsvoll den Raum gibt, den sie zur Entfaltung braucht«. Neben Francisco Fernández Rudea (»mit tadellos schönem und ausdrucksvollem Tenor«) gefallen dem Rezensenten besonders die Frauenstimmen: Shahar Lavi »mit kernigem, aber geschmeidigem Mezzosopran« und Franziska Gottwald »mit ebenfalls ausgezeichnetem Mezzo« sowie Francesca Lombardi-Mazzulli (»begnadete Sängerin«). Das Orchester unter Davide Perniceni habe sich der Herausforderung »herrvorragend gewachsen« gezeigt – »Respekt!“ Fazit des Kritikers: »Und mit der Wiederholung des Schlusschors als Zugabe, die der Dirigent von der Bühne aus leitete, war jedes Herz im Zuschauerraum des Rokokotheaters endgültig dahingeschmolzen. Bravo!«

     

    In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (3.12.2018) ist Christiane Wiesenfeldt angetan von der »tiefen, musikalischen Verbeugung vor dem eigentlich starken Geschlecht«. Vivaldi habe den Frauenfiguren seiner Oper die »musikalischen Hauptspeisen aufgetischt« und diese »lieben und reflektieren im Krebsgang, (…) sie schwelgen, leiden, saufen, verführen und manipulieren in allen tonalen Stellungen«. Als »Rückgrat einer emotional facettenreichen Partitur, deren Ausdruckspalette es in sich hat« beweise sich das Philharmonische Orchester Heidelberg unter der einfühlsamen und temperamentvollen Leitung von Davide Perniceni. »Klug kalkuliert« und »konsequent« zu Ende gedacht sei die Arbeit des Regieteams um Yona Kim.

     

    Im Online Musik Magazin (30.11.2018) bemerkt Thomas Molke, Yona Kim finde in ihrer Regie einen »überzeugenden Zugang« zur Handlung, ohne die Geschichte »gegen den Strich« zu bürsten. Ihre »ausgeklügelte Personenregie« forme die Figuren des Librettos zu »nachvollziehbaren Charakteren«. Auch musikalisch überzeuge die Produktion »auf der ganzen Linie«: »Großartig« sei die Umsetzung durch die Sängersolisten, »hervorragend« runde das Orchester unter der Leitung von Davide Perniceni den Abend ab.