Theater und Orchester Heidelberg

Schauspiel

Maria Magda

von Svenja Viola Bungarten

Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2021

Maria, Magda und Hildie: drei junge Frauen in einem katholischen Internat für schwer erziehbare Mädchen, irgendwo in Deutschland, tief im Wald. Ihre Mitbewohnerinnen – das lernt Maria, die Neue, schnell – glauben felsenfest an Übersinnliches an diesem Ort, der feinsten Stoff für Albträume liefert. Hexenkinder, Nonnen im 13er-Pack und Gott höchstpersönlich spuken durch die Gehirne der Mädchen. »Frage nach dem, was nicht erzählt wurde!«, wispert es – und genau das tun sie, selbstbewusst, beharrlich, feministisch: Wie kann man der Geschichte der Mächtigen widerstehen? War die unbefleckte Empfängnis eine Vergewaltigung? Und warum um Gottes willen ist seit zwei Monaten Mirjam verschwunden?
Svenja Viola Bungarten wurde mit ihren vielfach ausgezeichneten Stücken unter anderem zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen, ist Mitglied des Ministeriums für Mitgefühl und Mitgründerin der Antagonist:innen.

Triggerwarnung: Explizite Beschreibungen von Gewalt im Rahmen von Vergewaltigungen und Schwangerschaftsabbrüchen

Termin

Sa 15 Oktober
Wiederaufnahme
Zwinger 1

Maria Magda

von Svenja Viola Bungarten

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

Bilder


Pressestimmen

  • Von der Eröffnung des Heidelberger Stückemarkts mit Svenja Viola Bungartens zwischen »Gothic-Highschool-Drama, Nonnen-Hexen-Horror und feministischem Manifest« changierendem Stück berichtet Martin Vögele im Mannheimer Morgen (2. Mai 2022). Regisseurin Brit Bartkowiak habe Bungartens Vorlage mit »gebührend aufgedrehter Verve und viel visuellem Vergnügen am Trash in Szene gesetzt«. Dem so »gekonnt wie lustvoll agierenden« Ensemble merke man den Spaß am Spiel mit ihren »Klischee-Figuren« an und schaue ihnen »gerne« zu, so der Kritiker.

     

    Stilelemente aus »Schauerromantik und dem Horrorgenre« erkennt Volker Oesterreich, die in »einer bewusst überzeichneten Szenenfolge munter verhackstückt« würden. In der Deutschen Bühne (online, 30. April 2022) und in der Rhein-Neckar-Zeitung (2. Mai 2022) schreibt er weiter, Autorin und Regisseurin hätten »sichtlich Spaß daran, dieses Genre ordentlich durch die Mangel zu drehen, wobei ihnen das Publikum applausfreudig folgt«. »Höhepunkt des Abends« sei der »artistisch-virtuos inszenierte Schlagabtausch zwischen der Internatsnovizin Maria und dem übergriffigen Gott, der bald am Boden liegt – als Opfer der eigenen toxischen Männlichkeit« – eine »überaus komische Kampfsport-Nummer«. Bungartens Stück wünscht der Rezensent – im Sinne der »künstlerischen Nachhaltigkeit«, für die der Stückemarkt mit seinem Nachspielpreis stehe – viele weitere Inszenierungen: »›Maria Magda‹ hätte auch noch eine dritte, vierte oder fünfte Inszenierung verdient.«