Theater und Orchester Heidelberg
Foto Susanne Reichardt

Schauspiel

Mein Kampf

Farce von George Tabori

  • Archiv – Spielzeit 2018|19

  • Fr 14.12.2018, 20.00–21.45 Uhr Zwinger 1+
Übersetzung aus dem Englischen von Ursula Grützmacher-Tabori

Empfohlen ab 16 Jahren

1910, Wien, Blutgasse. Der junge Adolf Hitler zieht ins Obdachlosenheim und hat weder Manieren noch Erfolg. Dafür gewinnt er schnell einen Freund, den Juden Schlomo Herzl, der ihm in kalten Nächten seinen Mantel überlässt, der ihn tröstet, als Hitler von der Kunstakademie abgelehnt wird, und der ihm Ratschläge für eine Politkarriere als Alternative zur Malerei unterbreitet. Der menschenliebende und memoirenschreibende Buchhändler verhilft dem unbedarften Neuankömmling zu dem vielversprechenden Buchtitel »Mein Kampf« und rät ihm außerdem zu Seitenscheitel und neuem Bart – Schlomo Herzl und Adolf Hitler sind eines der bizarrsten Paare, die die Literaturgeschichte kennt.

»Humor ist ein Lebensweg und hat sehr viel mit Toleranz zu tun. Er ist ein Überlebensweg oder Rettungsweg, manchmal ist er die Heiterkeit der Verzweiflung«, sagte George Tabori selbst in einem Interview. Der 1914 in Budapest als Sohn jüdischer Eltern geborene Tabori war einer der wichtigsten Theatermacher, der den Verbrechen des Nationalsozialismus mit absurder Komik und schwarzem Humor begegnete. Regie bei »Mein Kampf« führt Nick Hartnagel, der zuletzt den Roman »Who the fuck is Kafka« von Lizzie Doron auf die Bühne brachte.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Probenklasse | »Mal gucken!« | Begleitmaterial | Vorbereitung | Nachgespräch | Nachbereitung

 

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Mein Kampf

Trailer von Thiemo Hehl