Theater und Orchester Heidelberg

Schauspiel

Michael Kohlhaas

nach Heinrich von Kleist

für die Bühne bearbeitet von Lene Grösch und Markus Dietz

Wie viel Ungerechtigkeit kann ein Mensch erdulden? Heinrich von Kleists weltberühmte Novelle »Michael Kohlhaas« aus dem Jahr 1810 erzählt die Geschichte eines Pferdehändlers, für den Gerechtigkeit alles bedeutet – der sich auf der Suche danach aber selbst zutiefst schuldig macht.
Eigentlich will Kohlhaas nur einige Reitpferde ins Ausland überführen, aber was 17 Male reibungslos funktioniert hat, wird beim 18. Mal zum Problem: Der neue Junker Wenzel von Tronka fordert beim Grenzübergang einen frei erfundenen Passierschein. Zwar erfährt der empörte Kohlhaas schnell, dass der Junker im Unrecht ist, in der Zwischenzeit wurden aber die beiden Pferde, die er als Unterpfand in der Junkerburg zurücklassen musste, vernachlässigt und misshandelt. Wie also umgehen mit derartiger politischer Willkür? Auf der Suche nach Gerechtigkeit durch alle Instanzen setzt der als ehrlich und integer bekannte Kohlhaas eine Eskalation von Gewalt in Gang. Je mehr er von dem gesellschaftlichen System enttäuscht wird, desto radikaler schlägt er zurück – und schart dabei immer mehr Unzufriedene um sich. Wo hört der Widerstand eines Wehrlosen in der Gesellschaft auf und wo beginnt terroristische Selbstjustiz?
Regie führt Markus Dietz, zuletzt Oberspielleiter am Staatstheater Kassel, der am Theater und Orchester Heidelberg bereits mit großem Erfolg »Die Möwe« von Anton Tschechow inszenierte.

Termine

Sa 12 Dezember
Premiere
19.00 Uhr > Marguerre-Saal

Michael Kohlhaas

nach Heinrich von Kleist

Fr 18 Dezember
19.00 Uhr > Marguerre-Saal

Michael Kohlhaas

nach Heinrich von Kleist

Weitere Termine
Sa 19 Dezember
19.00 Uhr > Marguerre-Saal

Michael Kohlhaas

nach Heinrich von Kleist

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Änderungen vorbehalten

Besetzung