Theater und Orchester Heidelberg
Samuel Gilovitz, Marc Galvez, Leon Poulton, Arno Brys, Jacqueline Trapp in »Crash«; Foto Susanne Reichardt

Momentum

by Astrid Boons, Yi-Wei Lo, Iván Pérez

The three-part evening of contemporary dance, online on the homepage of the Theater und Orchester Heidelberg, features pieces by international choreographers.

With her trio »众-III« [zhòng], ensemble member Yi-Wei Lo imaginatively addresses the social expectations placed on the individual. In the choreography, the three young women question the topics of their own identity and the external perspective of others.
The duet »Kick the Bucket« is an early work of the artistic director Iván Pérez and gains new radiance with the experienced dancers of his company.
Another special feature of this evening is that with Astrid Boons, it is the first time that an international guest choreographer has created a world premiere with the company. In her piece »Crash«, the dancers physically as well as psychologically explore the consequences of a overstimulation. They embody in an intense way how people can react to a sensory overload and discover worlds between tension and poetic moments.

As part of the International Weeks Against Racism, we would also like to invite you to a digital discussion with the choreographers one hour before the second online screening on 20 march 2021.

This triple bill was rehearsed at the beginning of 2020 with the Dance Theatre Heidelberg. Before the first lockdown in Germany mid-March 2020, the pieces were staged and recorded. Since the pandemic does not allow us to show the works on stage in their original form, we decided to share its recording online and therefore provide visibility for this Pre-Corona production and the artists involved.

Tanz

Momentum

Dreiteiliger Abend mit Choreografien von Yi-Wei Lo, Iván Pérez und Astrid Boons

EN
    Uraufführung, deutsche Erstaufführung
    PremiereMo 15.03.2021, 20.00 Uhr online auf www.theaterheidelberg.de

Empfohlen ab 14 Jahren

Der dreiteilige Abend des zeitgenössischen Tanzes, online auf der Homepage des Theaters und Orchesters Heidelberg, zeigt Stücke von internationalen Choreograf*innen.

Das Ensemblemitglied Yi-Wei Lo thematisiert in dem Trio »众-III« [zhòng] auf einfallsreiche Weise die gesellschaftlichen Erwartungen, die an das Individuum gestellt werden. Die drei jungen Frauen befragen in der Choreografie das Thema der eigenen Identität und Außenperspektive der Anderen.
Das Duett »Kick the Bucket« ist eine frühe Arbeit des künstlerischen Leiters Iván Pérez und bekommt mit den erfahrenden Tänzer*innen seiner Company neue Strahlkraft.
Besonders an diesem Abend ist darüber hinaus, dass mit Astrid Boons das erste Mal eine internationale Gastchoreografin eine Uraufführung mit dem Ensemble erarbeitet hat. In ihrem Stück »Crash« setzten sich die Tänzer*innen körperlich wie auch psychisch mit den Konsequenzen einer Reizüberflutung auseinander. Sie verkörpern auf intensive Weise wie Menschen auf die Überreizung reagieren können und erkunden Welten zwischen Anspannung und poetischen Momenten.

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus laden wir außerdem eine Stunde vor der zweiten Online-Vorstellung am 20. März 2021 zu einem gemeinsamen digitalen Austausch mit den Choreograf*innen ein.

Der dreiteilige Abend des Dance Theatre Heidelberg wurde zu Beginn des Jahres 2020 einstudiert und geprobt. Bis kurz vor dem ersten Lockdown in Deutschland Mitte März 2020 konnten die Stücke bühnenfertig gemacht und aufgezeichnet werden. Da die Pandemie es nicht zulässt, die Arbeiten in ihrer ursprünglich konzipierten Form auf die Bühne zu bringen, haben wir uns entschlossen, die Aufzeichnungen online zu teilen und damit dieser Pre-Corona-Produktion und den beteiligten Künstler*innen Sichtbarkeit zu verschaffen.

Hier können Sie einen Blick ins Programmheft werfen.

Besetzung

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Trailer von Michael Maurissens

Pressestimmen

  • »Gut gelungen« sei dieser Zusammenschnitt und biete die Chance, »brandneue Stücke zu sehen, die nicht von Corona gezeichnet sind«, freut sich Isabelle von Neumann-Cosel in der Rhein-Neckar-Zeitung (19. März 2021). Gemeinsam seien allen Choreografien die »fragil und artifiziell« wirkenden Bewegungsimpulse, »fremdgesteuert durch Kräfte von außen oder innen«, so bei Astrid Boons, der mit »Crash« »eindringlich befremdliche« Bewegungsmuster gelungen seien. Eine große Bühne bilde der Abend für Yi-Wei Lo, die als Choreografin vorgestellt wurde und als Tänzerin in Iván Pérez‘ Duo »geglänzt« habe. Perez seien hier »für die unterschiedlichen Kräfteverhältnisse, aber auch Rollenzuschreibungen in einer Paarbeziehung  […]  differenzierte, originelle Bewegungsfindungen geglückt«.

     

    Im Online-Magazin Dance for you (online am 18. März 2021) ist auch Hartmut Regitz dankbar für die Möglichkeit, die Prä-Corona-Choreografien als Stream zu sehen, denn es sei wirklich »zu schade gewesen, wenn ein Stück wie  „众–III (zhòng)« der Vergessenheit anheim gefallen wäre, bevor man sich damit überhaupt hätte auseinandersetzen können.« Als »choreografisches Talent« habe sich Yi-Wei Lo mit einem spielerischen Trio präsentiert, das »viel Raum für die Fantasie jedes Einzelnen« lasse. »Sehr assoziativ und zwischendurch überraschend« sei auch die Choreografie von Iván Pérez; Astrid Boons Choreografie zum Abschluss des Abends lässt den Kritiker zunächst an apokalyptische Szenen denken, der Abend endet für ihr aber versöhnlich, mit einem »Solo, das eigentlich ein Duo ist. Denn Orla McCarthy tanzt mit ihrem Schatten, und das ist so schön, dass man darüber die Krise fast vergisst.«

     

    Auch Stefan Benz bemerkt in der Allgemeinen Zeitung (17. März 2021) die »trotz dreier verschiedener choreografischer Handschriften erstaunliche Ähnlichkeit der Körperbilder« − auf »künstlerisch eindringliche Art« kämen die Menschen hier »im wahrsten Sinne des Wortes nur schwer auf die Beine«. Der Abend füge sich − bei ganz unterschiedlichen verhandelten Themen − zu einem »erstaunlich bündigen Triptychon: Egal ob Pflicht im Kollektiv, Liebesmühe in der Beziehung oder Info-Overkill in der Computerwelt – der Druck ist einfach zu groß.«

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