Theater und Orchester Heidelberg

Mother Courage and Her Children

A chronicle of the Thirty Years’ War

As the Thirty Years’ War is raging, Europe lies in ruins. Millions of people know nothing but the everyday life of war. Among them is Anna Fierling, called Mother Courage, travelling in the army’s baggage-train as a merchant. While the war must nurture itself, Mother Courage must provide for her three children. With her wagon, she follows the troops crisscrossing Europe to ensure the survival of her small family. Her only fear is the looming peace, which could spoil her business. But war is a cruel business partner.

Bertolt Brecht wrote »Mother Courage and Her Children« shortly before the start of World War II while in exile in Sweden. His anti-war play is one of the most frequently performed productions of modern theater – and it strikingly portrays the disastrous consequences of violence and the commercialization of war.

Schauspiel

Mutter Courage und ihre Kinder

Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg

EN

von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau

mit englischen Übertiteln | with English surtitles

Empfohlen ab 15 Jahren

Europa ist verwüstet. Der Dreißigjährige Krieg tobt. Millionen von Menschen kennen nichts anderes als den Kriegsalltag. Eine von ihnen: Anna Fierling, genannt Mutter Courage, die als Händlerin im Tross der Armee mitreist. Der Krieg muss den Krieg ernähren; Mutter Courage aber ihre drei Kinder. Mit ihrem Wagen folgt sie den Truppen kreuz und quer durch Europa, um das Überleben der Kleinfamilie zu sichern. Angst hat sie nur vor dem drohenden Frieden, der ihre Geschäfte verderben könnte. Doch der Krieg ist ein grausamer Geschäftspartner.

Bertolt Brecht schrieb »Mutter Courage und ihre Kinder« kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges im schwedischen Exil. Sein Antikriegsstück ist eines der am häufigsten gespielten Stücke des modernen Theaters – und beschreibt eindrücklich die desaströsen Folgen von Gewalt und Kriegskommerzialisierung.

Eine Einführung von Schauspieldramaturgin Lene Grösch können Sie hier hören.

Termine

So 29 Mai
15.00–17.00 Uhr > Marguerre-Saal | 14.15 Uhr Einführung

Mutter Courage und ihre Kinder

Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg

Fr 3 Juni
19.30–21.30 Uhr > Marguerre-Saal | 18.45 Uhr Einführung

Mutter Courage und ihre Kinder

Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg

So 5 Juni
19.30–21.30 Uhr > Marguerre-Saal | 18.45 Uhr Einführung

Mutter Courage und ihre Kinder

Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg

Weitere Termine
Fr 17 Juni
19.30–21.30 Uhr > Marguerre-Saal | 18.45 Uhr Einführung

Mutter Courage und ihre Kinder

Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

Regieassistenz Florian Huber
Bühnenbildassistenz Rimma Elbert
Kostümassistenz Naomi Kean
Inspizienz Joris Freisinger
Soufflage Sara Eichhorn
Übertitelfassung und -inspizienz Anna Klein
Regiehospitanz Anna Helfrich
Kostümhospitanz Ulrike Götzen

Technischer Direktor Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Leiterin Bühnentechnik Michaela Abts
Bühnenmeister Rolf Bader
Leiter der Beleuchtungsabteilung Ralf Kabrhel
Leiter der Tonabteilung Alexander Wodniok
Ton Luisa Lange, Konstantin Springer
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga, Kristina Flachs (stellv.)
Kostümbearbeitung Kristina Flachs
Gewandmeisterin Damen Karen Becker
Gewandmeisterin Herren Alexandra Partzsch
Leiterin Ankleiderei Sabrina Flitsch
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger, Martina Müller (stellv.)
Abendmaske (alternierend) Kerstin Glinz, Laura Moormann, Jovana Ruf, Laura Stumpf, Nikola Wells
Leiterin der Requisite Lotte Linnenbrügger
Requisite Jürgen Kohl-Wilz, Laurenz Micke
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei Klaus Volpp

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Mutter Courage und ihre Kinder

Trailer von Siegersbuschfilm

Pressestimmen

  • Die Inszenierung biete einen »klugen und zeitgenössischen Ansatz« zu Brechts Kapitalismuskritik, bemerkt Ralf-Carl Langhals im Mannheimer Morgen (11. Dezember 2021), dabei nehme Regisseur Markus Dietz den Text ernst, gehe aber »mit diesen berühmten Brecht-Sätzen sparsam um«. Katharina Quast in der Titelrolle lege in Dietz’ Inszenierung eine »echte Neuinterpretation« vor. »Durchsetzungsstärke, Mundwerk, Format und Gestaltungswille« zeige sie, aber auch große Emotionen, »ohne in die Kitsch-Falle zu tappen«: »Eine solche leidensfähige und leidenschaftliche Courage sah man noch nicht«. Fazit des Rezensenten: Es bleibe »ein dichter, zweistündiger Theaterabend mit großer und echter Ensembleleistung: Es wird gespielt − und wie!«

     

    In der Rhein-Neckar-Zeitung (13. Dezember 2021) schreibt Volker Oesterreich, Regisseur Markus Dietz befreie sich von der »musealen Brecht-Tradition« mit einem »teilweise schroffen, aber zur kriegerischen Thematik passenden Zugriff« auf die Vorlage und auch musikalisch viel interpretatorischer Freiheit, ja »Freibeuterei«, mit »ungewöhnlichen Klangeffekten«. Das Bühnenbild von Ines Nadler werde »eindrucksvoll« zum »Sinnbild der Kriegsmaschinerie«, illustriere das »Chaos und den moralischen Bankrott« des Krieges.