Theater und Orchester Heidelberg
Foto Susanne Reichardt

Schauspiel

Ödipus

von Sophokles

aus dem Altgriechischen von Peter Krumme

Die Pest wütet in Theben. Dringlichstes Anliegen der Bevölkerung ist nur mehr, den tödlichen Ausnahmezustand aufzulösen und die Stadt von dem Übel zu befreien. Ihr erfolgreicher Machthaber Ödipus soll die Stadt noch einmal erlösen.
Ödipus, »der alles Wissende«, befreite Theben vor Jahren aus den Fängen der Sphinx, bestieg den verwaisten Thron und heiratete die Witwe des ermordeten König Laios. Er nimmt seine neue große Aufgabe voller Energie an und bündelt innerhalb eines Tages alle Informationen über die Hintergründe der Seuche. Doch bereits die Botschaft, die Schwager und Co-Regent Kreon vom Orakel in Delphi bringt, verheißt Unheil: Der alte Mord an König Laios muss endlich aufgeklärt werden, um den Pestfluch zu beenden. Ödipus schwört vor der ganzen Stadt, den Mörder zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Doch gilt es nicht nur, die Seuche durch einen Sündenbock zu bannen. Ein Schuldiger muss gefunden werden für einen Frevel, den der frühere König Laios selbst angesichts der göttlichen Ordnung beging. Ödipus wird ihn finden – und endlich alles erkennen.

Alexander Charims Inszenierung des »Ödipus« untersucht die 2500 Jahre alte Tragödie im Spiegel der weltweiten Corona-Krise.

Eine Einführung der Schauspieldramaturgin Maria Schneider können Sie hier hören:

 

Besetzung

Regieassistenz Florian Huber
Soufflage Sara Eichhorn
Inspizienz Christian Schubert, Joris Freisinger
Bühnenbildassistenz Selina Ternath, Ekaterina Degering
Kostümassistenz Oktavia Zyta Herbst
Bühnenmeister Rolf Bader

Bilder


Videos

ÖDIPUS

Trailer von Siegersbusch Film

Pressestimmen

  • Ein »intensiver Abend« sei Regisseur Alexander Charim gelungen, der »fundamentale Fragen zu Sein und Schuld des Menschen« aufwerfe, schreibt Heribert Vogt in der Rhein-Neckar-Zeitung (12. Oktober 2020). »Eindrucksvoll« werde hier die »elementare Gefährdung« des Menschen vor Augen geführt, der heute wie vor 2500 Jahren ein »Wesen mit Widersprüchen und Grenzen« bleibe. Maßgeblich getragen werde der Abend durch die »starken Schauspielerleistungen«, wobei der Rezensent besonders Friedrich Witte in der Titelrolle hervorhebt: dieser habe mit »ganz eigener Körpersprache« einen »spannungsreichen, vielschichtigen« Ödipus gezeichnet.