Theater und Orchester Heidelberg
Klarinettist Lukas Greßmeyer; Foto Ludwig Olah

Konzert

Offenbach 200!

1. Schlosskonzert. Der Erfinder der Operette feiert Geburtstag und wir feiern mit!

Am 20. Juni 1819 erblickte Jakob Offenbach im rheinischen Köln das Licht der Welt. Den großen Durchbruch schaffte er schließlich in Paris (fortan nannte er sich »Jacques«), wo die Delikatesse seiner Opéra-bouffes einen Zahn der Zeit trafen: Durch beißenden Humor und grelle Satire blieb kein Auge trocken, wenn Offenbach Sitten, Personen und Ereignisse der Pariser Gesellschaft karikierte.

Gerahmt von zwei großen Querschnitten aus seinen Meisterwerken »Orpheus in der Unterwelt« und »Die Großherzogin von Gerolstein «, erleben wir ein Gala-Konzert der Extraklasse. Hier treten heitere Gottheiten – unter anderem als Fliege getarnt – gegen kriegsverliebte adlige Damen an, die ausschließlich der attraktiven Soldaten wegen ins Feld ziehen. Ob bei General Bumms ironischer Kriegsarie »Piff Paff Puff« oder beim Höllen-Can-Can direkt aus Orpheus’ Unterwelt: Es darf gelacht werden im Schlosshof!

Aber auch die sinnlichen Momente kommen nicht zu kurz, wenn der Romantiker Offenbach zu Wort kommt. Mit der Ouvertüre zur großen romantischen Oper »Die Rheinnixen«, aus der später die bekannte Barcarole entsteht, der Diamanten-Arie aus »Hoffmanns Erzählungen« oder dem hinreißenden Walzer aus dem unbekannten Werk »Robinson Crusoe« zeigt sich die ungeahnte Vielseitigkeit, die Offenbachs musikalische Schatztruhe für uns bereit hält.