Theater und Orchester Heidelberg

Oxytocin Baby

von Anna Neata in der Regie von Rieke Süßkow; Schauspielhaus Wien

    UraufführungGastspiel

    Mi 04.05.2022, 21.00–22.15 UhrMit Publikumsgespräch Alter Saal+

Am Anfang steht eine Geburt, die eigentlich keine ist. Etwa so wie in Krippenspielen, wo sie am Ende auch einfach geschieht. Es ist die Geburt der Liebe, der Unsicherheit. Etwas das zwickt, wie eine Geburtsnarbe, als ob etwas herausgegangen wäre, das nicht wiederkommt. Etwas das sich mit klebrigen Fingerspitzen niederlässt, die Wimpern einreibt. Etwas das wächst wie ein Hefepilz, den man alleinlässt. Die tatsächliche Geburt passiert später, Babys Geburt, im Reisebus auf dem Boden, nein, zwischen den Sitzen, nein, irgendwie aus der Decke. Gestürzt, gerutscht, gefallen, geworfen. Wie soll eine Geburt ein Anfang sein, bei dem, was noch kommt?

In ihrem Debütstück »Oxytocin Baby« schreibt Anna Neata hochmusikalisch und formal bestechend über Schwangerschaft und Mutterschaft, Geburtenkontrolle und Selbstbestimmung. Dabei bringt sie körperliche Zustände und Prozesse eindringlich zur Sprache. Sie lässt historische Figuren zu Wort kommen, wie etwa Madame Mittermayer, die in Wien illegal Abtreibungen durchführte, den Arzt Lukas Boër, Vorreiter moderner Geburtshilfe in Wien, und die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt, die Goethe zu Gretchen inspirierte.

Triggerwarnung: Explizite Beschreibungen und sprachliche Ausdrücke von Gewalt im Rahmen von Schwangerschaftsabbrüchen und Geburten

Besetzung

Regie Rieke Süßkow
Bühne Mirjam Stängl
Kostüme Sabrina Bosshard
Musik Belush Korenyi
Licht Christoph Pichler, Oliver Mathias Kratochwill
Ton Benjamin Bauer, Max Windisch-Spoerk
Dramaturgie Lucie Ortmann

Mit Aleksandra Corovic, Marlene Fröhlich, Lea Gordin, Sophia Löffler, Rebecca Katharina Lorenz, Til Schindler, Victoria Sedlacek, Sarah Zelt

Partner und Sponsoren

  • Mit freundlicher Unterstützung von literar mechana und Lukoil.