Theater und Orchester Heidelberg

Schauspiel

Professor Mamlock

von Friedrich Wolf

Empfohlen ab 15 Jahren

Deutschland 1932, kurz vor den Wahlen: Kommunisten und Nationalsozialisten liefern sich erbitterte Kämpfe auf der Straße und je näher die Wahl rückt, desto mehr »politische« Verletzte landen in der Klinik des jüdischen Arztes Mamlock.
Der Riss durch die Belegschaft zeigt sich immer unverhohlener: Wie geht ein Assistenzarzt, der darauf hofft, dass Hitler an die Macht kommt, mit einem Jungkommunisten als Patienten um? Wie begegnet eine nationalsozialistische Ärztin dem jüdischen Pfleger, der als Dauerblutspender auch sogenannten Ariern hilft? Auch zu Hause kann sich der Hindenburg-Anhänger Mamlock den politischen Diskussionen nicht entziehen. Seine Tochter Ruth lässt sich von Hitlers Radioreden faszinieren, sein Sohn Rolf ist auf dem Weg in den Widerstand. Kurze Zeit später wird die Klinik von Truppen der SA besetzt und ein Arbeitsverbot für alle Kommunisten, Internationalisten, Pazifisten und Juden verändert schlagartig das Leben von Mamlock und seiner Familie.
Der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf verfasste »Professor Mamlock« 1933 kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Exil in Frankreich. Uraufgeführt wurde es 1934 in jiddischer Sprache in Warschau. Die prominent besetzte DEFA-Verfilmung aus dem Jahr 1961 gilt als einer der ersten deutschen Filme, der sich mit der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten auseinandersetzte.

Regie bei »Professor Mamlock« führt Brit Bartkowiak, die zuletzt »Junk« im Marguerre-Saal inszenierte.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Probenklasse | Mal gucken! | Begleitmaterial | Vorbereitung | Einführung | Nachgespräch

Besetzung