Theater und Orchester Heidelberg
James Homann (Rigoletto), Carly Owen (Gilda); Foto Sebastian Bühler

Musiktheater

Einführungsmatinee Rigoletto

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi

  • Archiv – Spielzeit 2018|19

  • Sa 15.09.2018, 11.00–13.45 Uhr, eine Pause Alter Saal+Eintritt frei!

Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Versdrama »Le roi s’amuse« von Victor Hugo
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Empfohlen ab 16 Jahren

In der Einführungsmatinee lernen Sie vorab Beteiligte der Produktion kennen und erfahren mehr über Werk und Inszenierung.

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Rigoletto

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • »Überzeugend« fand Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (24.9.2018) die Grundthese des Abends, nach der Gilda »zwischen Freiheit und Verhängnis, zwischen Liebe und Selbstzerstörung keine echte Wahl« habe. Die Interpretation des Regieteams sei bei der Premiere zwar »nicht nur auf Gegenliebe« gestoßen, doch sei der Zuschauer am Ende »gerührt, gefesselt, schockiert zwar, aber heilsam erschrocken«. Inszeniert werde »höchst genau nach der Musik«, freut sich der Rezensent. Carly Owen als Gilda habe ein »vokales Rollenporträt der Extraklasse« gezeigt, Nenad Čiča als Herzog »stattliche Stimme und viel Charisma« und James Homann in der Titelrolle »starkes sängerisches Profil«. Auf »heftige Gefühle« habe Elias Grandy in seiner musikalischen Interpretation gesetzt, das »Philharmonische Orchester Heidelberg, das Ensemble, der Chor und der Dirigent wurden daher einhellig gefeiert«.

     

    In der Rheinpfalz (24.9.2018) zeigt sich Frank Pommer beeindruckt vom »szenischen Niveau« und der »erschütternden Setzung« des Regieteams, deren Inszenierung wie »ein Schlag in die Magengrube« gegen die Schönheit der Musik aufbegehre. Mit »voller Wucht« pralle die Musik auf das »grausame Bühnengeschehen« und werde als »zweckfreie Schönheit« entlarvt. Das müsse man nicht mögen, so der Kritiker, aber »unberührt lässt es einen nicht«.

     

    Auch Claus Walter berichtet in den Badischen Neuesten Nachrichten (24.9.2018) von einer Inszenierung von solcher Dichte und »großer Spannkraft«, dass man sich ihr »nicht entziehen« könne – nicht nur in den »sehr sorgfältig ausgearbeiteten Chorszenen«, sondern vor allem mit Blick auf Rigoletto und Gilda. »Sehr suggestiv« entwickele die Regie nicht nur die Figur der Gilda als »Studie in masochistischer Unterwerfung und Selbstaufgabe« sondern auch die Figur des Rigoletto, der, »mehr Täter als Opfer«, seine Tochter an das Regime des Herzogs verliert. »Bravourös mit packenden Koloraturen« und starker Intensität habe Carly Owen die Gilda gestaltet, auch James Homann als Rigoletto »begeistert« den Kritiker mit zunehmendem Farbreichtum und »gesanglichen Nuancen«. Auch das übrige Ensemble wie der »bestens vorbereitete Männerchor« habe sich auf hohem Niveau präsentiert.