Rückblick: Barockfest 2025/26
Starke Resonanz für barocke Musikkultur: Winter in Schwetzingen 2025/26 zieht positive Bilanz und übertrifft die Vorjahresausgabe
Die 19. Ausgabe des Barockfests Winter in Schwetzingen endete am 25. Januar 2026 mit einem erfreulichen Resultat: Mit einer Auslastung von 92 Prozent bestätigt das Festival seine Position als feste Größe in der regionalen Kulturlandschaft und erzielt im Vergleich zu den erfreulichen Zahlen des Vorjahres noch eine Steigerung.
Die Spielzeit 2025/26 widmete sich Agostino Steffanis selten gespielten Barockoper »Der in seiner Freiheit vergnügte Alcibiades«. Zum letzten Mal unter der Leitung von Ulrike Schumann und Thomas Böckstiegel war der Fokus von Winter in Schwetzingen seit 2019 die Wiederentdeckung der Werke deutscher Barockkomponisten. Unter der musikalischen Leitung von Clemens Flick und in der Inszenierung von Tom Ryser wurde das Publikum mit Steffanis Barockoper in die Welt politischer Intrigen und amouröser Verwicklungen im antiken Griechenland entführt. Das Philharmonische Orchester Heidelberg sowie ein internationales Solist*innenensemble sorgten für musikalische Höhepunkte.
Das begleitende Konzertprogramm bot auch in dieser Festivalausgabe vielfältige Perspektiven auf die Barockmusik: Clemens Flick präsentierte mit seinem Ensemble e.g.baroque die weitreichende Wirkung Vivaldis. In der Peterskirche Heidelberg erklang das Bachchor-Konzert »Gloria in excelsis«. Das traditionelle Weihnachtskonzert des Philharmonischen Barock Orchesters Heidelberg begeisterte auch in diesem Jahr das Publikum. Dorothee Oberlinger und ihr Ensemble 1700 ließen italienische Weihnachtsklänge erklingen. Die lautten compagney BERLIN unter Wolfgang Katschner verknüpfte mit dem Konzert »Auf der Suche nach der besten Welt« mit Georg Philipp Telemanns Kantate »Die Landlust« historische Klangwelten mit gegenwärtigen Fragestellungen. Junge Zuhörer*innen ab sechs Jahren konnten beim Kinderkonzert »Geheimnis um Mrs. Philharmonica« des Ensembles Interchange Musik vergessener Komponistinnen kennenlernen.
Für Intendant Holger Schultze markiert diese Ausgabe einen besonderen Moment: Das Barockfest 2025/26 ist der letzte Winter in Schwetzingen unter seiner Intendanz. »Mit seiner überregionalen Strahlkraft und einer außergewöhnlichen Publikumsresonanz hat sich der Winter in Schwetzingen als feste Größe etabliert. Diese Mischung aus historisch informierter Aufführungspraxis, mutigen Wiederentdeckungen und einem Ort von einzigartiger Atmosphäre wie dem Rokokotheater – das ergibt Abende, die weit über das übliche Konzert- und Operngeschehen hinausreichen. Der anhaltende Zuspruch und die Verbundenheit unserer Besucher*innen machen deutlich, welchen Stellenwert dieses Festival erreicht hat.«