Eine Locke von seinem Haar, über das ihm Mstislaw Rostropowitsch als Achtjährigem gestrichen hat, hat noch immer einen Ehrenplatz im Fotoalbum von Wolfgang Emanuel Schmidt. Die Worte des Meisters sollten sich bewahrheiten: »Du wirst mal ein großer Cellist werden.« Schmidt studierte bei David Geringas und Aldo Parisot und gewann u.a. den Deutschen Musikwettbewerb sowie einen Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb. Beim Rostropowitsch-Wettbewerb erhielt er den Grand Prix de la Ville de Paris und den Preis für zeitgenössische Musik. Als Solist konzertierte er weltweit mit renommierten Orchestern, darunter u. a. das Gewandhausorchester Leipzig, das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre Philharmonique de Radio France, unter Dirigenten wie Marek Janowski, Charles Dutoit, Sir Donald Runnicles und Michael Sanderling. Neben seiner Solokarriere ist begeisterter Kammermusiker als Mitglied im Gropius Quartett, dem Ensemble Klangrausch – the art of string trio und im Cello-Duo »Cello Duello«. CD-Einspielungen unter anderem der Cellokonzerte von Elgar, Schumann und Prokofiew liegen bei Sony Classical vor, Wolfgang Emanuel Schmidt erhielt unter anderem den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Schmidt lehrt als Professor an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar sowie an der Kronberg Academy.