Tatsuki Takada
Tatsuki Takada wurde 1991 in Nagano (Japan) geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem klassischen Ballett. Seine Ausbildung erhielt er an der Hakucho Ballet Academy in seiner Heimatstadt. 2009 gewann er den renommierten Prix de Lausanne und wurde im darauffolgenden Jahr als Apprentice an das Royal Ballet in London eingeladen. 2010 setzte er seine Ausbildung beim Cannes Jeune Ballet Rosella Hightower fort, bevor er von 2011 bis 2012 Mitglied des Ballet d’Europe in Marseille war. Anschließend tanzte er von 2012 bis 2014 beim Ballett Rossa an der Oper Halle in Deutschland.
Mit der Spielzeit 2014/15 wechselte Tatsuki Takada zum neu gegründeten Hessischen Staatsballett Wiesbaden/Darmstadt unter der künstlerischen Leitung von Tim Plegge, später dann Bruno Heynderickx, wo er bis 2025 engagiert war und die Entwicklung der Kompanie von Beginn an mitprägte. In dieser Zeit arbeitete er mit zahlreichen international renommierten Choreograf*innen zusammen, darunter Jean-Christophe Maillot, Richard Siegal, Cayetano Soto, Alexander Ekman, Edward Clug, Marco Goecke, Wayne McGregor, Jeroen Verbruggen, Damien Jalet, Hofesh Shechter, Sharon Eyal, Ohad Naharin, Martin Harriague, Eyal Dadon, Nadav Zelner, Liliana Barros, Dunja Jocic sowie Imre und Marne van Opstal. Während der ersten Jahre am Hessischen Staatsballett wirkte er an den Neukreationen von Tim Plegge mit. Er verkörperte u. a. in dessen »Eine Winterreise« die Kälte sowie das Echo der Titelfigur in dem Ballett »Kaspar Hauser«.
Für seine künstlerische Leistung wurde er 2024 vom Fachmagazin tanz als Tänzer des Jahres ausgezeichnet, insbesondere für seine Interpretation in »Bolero« von Eyal Dadon.
Tatsuki Takada verfügt über ein breites Repertoire im zeitgenössischen Tanz und zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit sowie seine langjährige internationale Bühnenerfahrung aus.