Così fan tutte

So machen’s alle oder Die Schule der Liebenden / Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Musiktheater
Marguerre-Saal
Text von Lorenzo Da Ponte / in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
[empfohlen ab 15 Jahren]

Treue oder flüchtiges Begehren, Beständigkeit oder Leidenschaft – was ist der Liebe Wert? Da man sich über die Frage nicht einig wird, schlägt Alfonso seinen jüngeren Freunden Guglielmo und Ferrando eine Wette vor. Die beiden Offiziere glauben an die Treue ihrer Verlobten Fiordiligi und Dorabella, Alfonso will den Gegenbeweis erbringen. Ferrando und Guglielmo sollen einen plötzlichen Kriegseinsatz vortäuschen, dann als verkleidete Fremde die Mädchen, und zwar jeweils die Freundin des anderen, verführen, und so deren Standhaftigkeit testen. Doch lässt sich auf Gefühle wetten? Was als Spiel beginnt, nimmt schnell eine gefährliche Wendung.

»Così fan tutte« entstand 1790 und beschloss die heute sogenannte Mozart / Da Ponte-Trilogie. Einmal mehr legen der Dichter Lorenzo Da Ponte und der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart auf ironische Weise die Doppelmoral von Liebe und Partnerschaft offen, nicht ohne einen differenzierten Blick in subjektive Gefühlswelten zu werfen, die vor allem Mozarts Musik tief zu ergründen vermag.

Zu dieser Produktion gibt es spielplanbegleitende Angebote aus dem Bereich Kunst & Vermittlung.

Musikalische Leitung
Bühne und Kostüme
Monika Biegler
Lichtdesign
Ralph Schanz
Choreinstudierung
Dramaturgie
Musiktheaterpädagogik
Vorstellungsdirigat
Clemens Flick

Am

22.5.2026

24.5.2026

28.5.2026

4.6.2026

7.6.2026

29.6.2026

5.7.2026

Dietger Holm

Am

12.6.2026

14.6.2026

23.6.2026

Fiordiligi
Dorabella
Guglielmo
Ferrando
Despina
Don Alfonso
Studienleitung
Nanami Yamane
Musikalische Einstudierung
Junyoung Kim, Manon Parmentier, Nanami Yamane, Paul Breyer, Sebastian Camaño Saavedra
Regieassistenz
Maurice Böhlke
Inspizienz
Georg Zahn
Bühnenbildassistenz
Chantal Navina Mathes, Djamilja Brandt
Kostümassistenz
Lilli Maya Färber
Kostümhospitanz
Annika Morcinczyk

Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.
Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.

Eine Einführung von Ulrike Schumann können Sie hier hören.

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Trailer von Siegersbuschfilm

»Die Bühne traut sich, nach etwas auszusehen, und die Figuren dürfen endlich wieder Figuren sein: Geschöpfe einer Komödie, nicht bloß deren gegenwärtig abgelegte Interpretationsreste«, freut sich Stefan M. Dettlinger im Mannheimer Morgen (26. Mai 2026). Magdalena Fuchsbergers Inszenierung sei dabei »alles andere als harmlos«, wie sich im Verlauf des Abends herausstelle: die »mutige, bildstarke«, Arbeit verstehe Mozarts Werk »konsequent als düstere Gewalt- und Geschlechtertragödie« und lasse mit dem Umzug von der Enstehungszeit in die Gegenwart einen »immer größer werdenden Sog entstehen, der das Heidelberger Publikum zu Jubelstürmen bewegt«.

Die »mutige« Regieidee gehe »voll auf«, meint Jesper Klein in der Rhein-Neckar-Zeitung (26. Mai 2026) und beschere dem scheidenden Team ein »jubelndes Publikum« und einen »überzeugenden Abschluss« der Heidelberger Zeit. Dirigent Clemens Flick beweise »viel Liebe« und »Gespür« für die Klassik, sein Mozart klinge »aufbrausend statt geglättet«, habe »Ecken und Kanten«. Das »gelöst« wirkende Ensemble sei mit »lautstarkem Beifall« gefeiert worden.

Johannes Breckner berichtet im Darmstädter Echo und im Wiesbadener Kurier (27. Mai 2026), Dirigent Clemens Flick am Pult des »ausgezeichnet disponierten Philharmonischen Orchester« gestalte den Abend musikalisch mit »scharfgezeichneten Hell-Dunkel-Kontrasten ungemein plastisch, leg[e] dramatisches Tempo vor, ohne an delikater Detailzeichnung zu verlieren«, mache die Musik zum »aufmerksame[n] Impulsgeber und Türöffner in emotionale Räume«.

»Wem die vielbeschworene Weisheit in ›Così fan tutte‹ immer schon verdächtig war, der kommt hier auf seine Kosten«, schreibt Judith von Sternburg in der Frankfurter Rundschau (27. Mai 2026). Dass dies möglich sei, ohne auf die »Süße der Musik« zu verzichten, sei die besondere »Leistung der Regie«. Dazu spielten Clemens Flick und das Philharmonische Orchester Mozart »funkelnd frisch, mit einer durchhörbaren Verve, die sie und die Sängerinnen und Sänger und uns im Saal hellwach durch den langen Abend tragen«, dazu strahlten »die Stimmen des jungen Ensembles«.