Auf der andern Seite des Monds

nach Motiven aus der Welt von Hilde Domin von Marcel Kohler

Uraufführung
Uraufführung
Schauspiel
Marguerre-Saal
mit Livemusik für Band und Chor von Christoph Bernewitz
[empfohlen ab 15 Jahren]

Gestalten wandeln über die Bühne, ihre Wege kreuzen und verlieren sich. Sie alle sind unterwegs, entwurzelt. Vielleicht leben sie in einer unbekannten Stadt. Vielleicht leben sie aber auch auf der anderen Seite des Mondes. Sie entstammen Motiven aus Hilde Domins Werk.

Von den Nationalsozialisten ins Exil gezwungen, fand sie ihre Heimat im Wort. Ihre Dichtung spricht vom widerständigen Mut zur Erneuerung des Verlorenen. Nach 22 Jahren im Exil kehrte Hilde Domin 1954 nach Heidelberg zurück und wurde dort eine der bedeutendsten Lyriker*innen der Nachkriegszeit.

Ausgehend von ihrer Wortkunst entwickelt der Regisseur Marcel Kohler einen Reigen aus szenischen Miniaturen, ein Panorama über das Weggehen und Bleiben, über die Poesie in den Dingen und ein Leben »unter Akrobaten und Vögeln«. Kohler verbindet Elemente aus Theater, Konzert, Live-Malerei, Zirkus und der Kunst von Andreas Felger, langjähriger künstlerischer Weggefährte von Hilde Domin. Ein von ihm gestalteter Bühnenvorhang wird in der Inszenierung zum ersten Mal zu erleben sein. Ein Abend, der bis an die »Herzhaut« dringt.


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Zu dieser Produktion gibt es spielplanbegleitende Angebote aus dem Bereich Kunst & Vermittlung.

nach Motiven aus der Welt von Hilde Domin von Marcel Kohler
[empfohlen ab 15 Jahren]
Einführung 18:45 Uhr
Es gibt eine Pause.

nach Motiven aus der Welt von Hilde Domin von Marcel Kohler
[empfohlen ab 15 Jahren]
Einführung 18:15 Uhr
Es gibt eine Pause.

nach Motiven aus der Welt von Hilde Domin von Marcel Kohler
[empfohlen ab 15 Jahren]
Einführung 18:15 Uhr
Es gibt eine Pause.
Komposition und musikalische Leitung
Theatervorhang
Andreas Felger
Kostüme
Anne Schartmann
Lichtdesign
Karsten Rischer
Livemalerei und Video
Video-Operator
Kathrin Krottenthaler
Choreinstudierung
Theaterpädagogik
Gitarre, Sampler
Bassklarinette, Saxophon, Flöte, Synths
Damian Dalla Torre
Gesang, Gitarre
Juli Gilde
Luftartistik
Iryna Bondarchuck Vanessa Vilchis Garcia Gabriela Schwab Veloso
Rhönradturner*innen
Johanna Bischof Nils Emmerich
Damen des Opernchors des Theaters und Orchesters Heidelberg Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg
Regieassistenz
Tjark Piepenburg, Gabriel Gnädinger
Inspizienz
Joris Freisinger
Soufflage
Sara Eichhorn
Bühnenbildassistenz
Judith Grätzer
Kostümassistenz
Lena Eibl
Regiehospitanz
Sistine Marie Croneiß, Sofia Kik
Bühnenbildhospitanz
Florian Raab
Kotümhospitanz
Hannah Keller

Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.

Eine Einführung von Deborah Raulin und Orina Vogt können Sie hier hören.

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Trailer von Siegersbuschfilm

Domins Werk scheine »heller zu strahlen denn je«, freut sich Heribert Vogt in der Rhein-Neckar-Zeitung (20. April 2026) über die von Regisseur Marcel Kohler »spektakulär in Szene« gesetzte und »vielschichtige« »Hommage«. Der Theaterabend sei so »facettenreich« wie »beklemmend-begeisternd« – für Menschen ohne Vorwissen, aber auch für literarisch Interessierte, die »Leben und Werk Domins hier sinnlich aus neuen Perspektiven erfahren« könnten. Für die »einzigartige Würdigung« gab es »langen, jubelnden Applaus!«.

Man erlebe die »Adoptiv-Tochter der Stadt tatsächlich mit allen Sinnen«, schreibt Steffen Becker in der nachtkritik (19. April 2026). Der Theaterabend mache »Lust, mehr über Hilde Domins Leben zu erfahren und in ihr Werk einzutauchen«. Die »Kunst des Abends« läge in seiner »Übersetzungsleistung«, wenn er danach frage, was Domins Werk heute bedeute, was auch im »künstlerischen Cross-Over des Abends« sichtbar werde. »Highlight des Abends« sei die Vertonung der Gedichte durch Christoph Bernewitz und die begeisternde Umsetzung durch Damenchor und Band.

Die »besondere Herausforderung«, den »Geist ihres literarischen Schaffens« auf die Bühne zu übersetzen, sei in Marcel Kohlers Regie und der musikalischen Leitung von Christoph Bernewitz »sehr engagiert gelungen«, urteilt Helmut Orpel im Mannheimer Morgen (21. April 2026). Für die »multimediale und spartenübergreifende Collage« war deshalb der »Schlussbeifall [...] groß«.

Gefördert durch die Andreas Felger Kulturstiftung
Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises des Theaters und Orchesters Heidelberg