Asiawochen

von Yannic Han Biao Federer

Uraufführung
Uraufführung
Schauspiel
Zwinger 1
Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2025 / mit englischen Übertiteln
[empfohlen ab 16 Jahren]

Die Lehramtsstudentin Vanessa verzweifelt an den blinden Flecken des deutschen Bildungssystems beim Thema Kolonialgeschichte. Gleichzeitig will sie unbedingt hinter die Geschichten der Geschichte kommen: dem Trauma hinter dem Schweigen des Vaters und dem Maß für die kollektive Schuld eines Lebens im Westen des 21. Jahrhunderts. Alle um sie herum sind von ihrer Obsession überfordert. Aber Vanessa kann nicht anders. Alles hängt für sie mit allem zusammen: der Kolonialismus mit dem Nationalsozialismus, der BND und Adenauers Angst vor einem mächtigen Asien mit dem Putsch gegen den ersten Präsidenten Indonesiens, die anschließenden Pogrome und Massenmorde.

Yannic Han Biao Federer stellt in seinem Stück die Frage: Wie soll das Verdrängte, das Unaussprechbare konsumierbar gemacht werden? Beim 42. Heidelberger Stückemarkt wurde er für »Asiawochen« mit dem Autor*innenpreis, dem SWR Kultur Hörspielpreis und dem Publikumspreis ausgezeichnet.


Content Note / Hinweis zu sensiblen Inhalten


Im Rahmen von theater+ werden die Vorstellungen von »Asiawochen« in englischer Sprache übertitelt. Die Übertitel sind von der Zuschauertribüne aus sichtbar – nicht aber von den Sitzreihen im Bühnenbereich. Bitte beachten Sie dies bei der Wahl Ihres Sitzplatzes am Vorstellungsabend.

von Yannic Han Biao Federer
[empfohlen ab 16 Jahren]

von Yannic Han Biao Federer
[empfohlen ab 16 Jahren]
Regie
Bühne und Kostüme
Komposition und Sounddesign
Dramaturgie
Vanessa
Vanessas Vater
Kunde / Johannes
Kundin / Mutter
Sportlehrer
Yannic Han Biao Federer
Francesco Vanella Siilas Arsianto
Geist von Bandung
Ensemble
Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg
Regieassistenz und Inspizienz
Corinna Reichle
Soufflage
Sarah Kreß
Kostümassistenz
Lili Maya Färber
Bühnenbildassistenz
Myungjin Choi
Regiehospitanz
Elisa Nawal
Ausstattungshospitanz
Inken Korb

Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.

Eine Einführung von Maria Schneider können Sie hier hören.

Autor Yannic Han Biao Federer war am 21. April 2026 zu Gast bei SWR Kultur. Sein Gespräch mit Silke Arning können Sie hier nachhören.

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Trailer von Siegersbuschfilm

Der »historisch-kontextuelle Überbau ist gewaltig«, schreibt Martin Vögele im Mannheimer Morgen (27. April 2026), die Vermittlung gelänge aber »mit inszenatorischem Furor und bezwingender Spielintensität«. Wang Chongs Inszenierung setze auf »Körperlichkeit« und versprühe »bei aller Kernschwere viel Humor«, »es schillert, platzt aus allen Theaternähten heraus, überwältigt, überfordert – und begeistert«, so der Kritiker.

»Die Schwierigkeiten und Grenzen von aufklärerischem, also informierendem, differenzierendem und Empathie lehrenden Theater werden hier wunderbar performativ ausgespielt«, meint Detlev Baur in der Deutschen Bühne (online, 25. April 2026) zu einer ihn »am Ende packende[n] Uraufführung«.

In Wang Chongs Inszenierung werde die »Aussage des Stücks symbolisch klar erfasst«, die »gesellschaftliche Rhythmus-Störung – nebeneinander-her-denken trotz miteinander verschränkter Geschichte« sichtbar. Eine »körperlich und spielerisch [...] große Energieleistung« bescheinigt Steffen Becker in der nachtkritik (25. April 2026) Jenny Groß in der Titelrolle. Auch Henriette Blumenau zeige eine »grandiose Leistung« und starken »Ausdruck für die Identitätsvielfalt (und-Spaltungen) in einer vordergründig postmigrantischen Gesellschaft«.