Frankenstein oder Wieso fehlt dem Dicken Turm ein Stück

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Heidelberger Schlossfestspiele
Heidelberger Schlossfestspiele
Schauspiel
Dicker Turm

Victor Frankenstein ist fasziniert von Naturwissenschaft und Technik. Mit einem medizinischen Experiment will er die letzten Geheimnisse der Schöpfung lüften. Aus Leichenteilen näht er ein künstliches Wesen zusammen, das er zum Leben erweckt. Erschrocken über das Ergebnis, stößt er es von sich und ergreift die Flucht. Das Wesen, dessen Verletzlichkeit nicht mit seiner groben Gestalt übereinstimmt, versucht sich in der fremden und abweisenden Welt zurechtzufinden. Doch immer wieder erfährt es Ausgrenzung und Hass. Verbittert schwört die Kreatur Rache und begibt sich auf die Suche nach ihrem Schöpfer. Als die beiden aufeinandertreffen und Frankenstein erkennt, dass er das Wesen nicht töten kann, schließen sie einen grausamen Pakt.

Mary Shelleys Geschichte beschreibt die Suche nach Freundschaft und Liebe in einer Welt, die sie permanent zurückweist. Wer Monster und wer Mensch ist, wird im Angesicht von Victor Frankenstein und seiner Kreatur neu entschieden.

Bitte beachten Sie, dass im Dicken Turm kein Nacheinlass möglich ist.

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle

Eigentlich von Mary Shelley, für den Dicken Turm aber von Philipp Löhle
Bühne und Kostüme
Lichtdesign
Dramaturgie
Lord Byron / Victor Frankenstein
Leibarzt Polidori/ Die Kreatur / Justine
Claire / Elisabeth / Irin
Mary Shelley / Prof. Waldmann / Ire
Percy Shelley / Henry / Ernst
Regieassistenz / Inspizienz
Corinna Reichle
Bühnenbildassistenz
Judith Grätzer
Kostümassistenz
Hannah Schäfer
Regiehospitanz
Alisha Jakobi

Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.

Eine »leichte, kluge Komödie mit sehr hohem Spielniveau« habe das Theater auf die Bühne des Dicken Turms gestellt – so Andreas Falentin in Die deutsche Bühne (online, 15. Juni 2026). Autor Philipp Löhle haben den Stoff »gestrafft und behutsam modernisiert« und mit Regisseurin Yvonne Kespohl die komischen Anteile des Stoffs »konsequent herausgearbeitet«. Im Vordergrund stehe das »junge, sehr engagierte Ensemble«, dem der Erzählton »überraschend leicht« gelinge.

Yvonne Kespohls Inszenierung im Dicken Turm scheue »lohnenderweise weder Slapstick noch Kalauer«, gleichwohl verbunden mit »gedanklicher Tiefe«; das Tempo sei »(überwiegend) erfrischend hoch«, zudem werde »lustvoll gespielt«, freut sich Martin Vögele im Mannheimer Morgen (17. Juni 2026). »Wo, wie hier, Albernheit und Abgründigkeit aneinander scheuern, da entsteht Reibung, aber das geht sich beim Heidelberger ›Frankenstein‹ gut und vor allem auf äußerst kurzweilige Weise aus«, so das Fazit des Rezensenten.