Caprice
1. Kammerkonzert / Adolf Mišek: Trio – »Nach dem Geschmack eines Junggesellen« / Niccolò Paganini: »Moses-Fantasie«, bearbeitet für 2 Violoncelli / Georg Philipp Telemann: Concerto à 4, Nr. 1 / Ichirō Nodaïra: »Ciacconna de Bach« / Peter I. Tschaikowsky: »Nussknacker«-Ouvertüre »Allegro giusto« / Benjamin J. Dale: »Introduction and Andante« op. 5 für 6 Violen / Eugène Ysaÿe: Sonate für 2 Violinen solo op. posth.
Alter Saal
Adolf Mišek: Trio – »Nach dem Geschmack eines Junggesellen«
Niccolò Paganini: »Moses-Fantasie«, bearbeitet für 2 Violoncelli
Georg Philipp Telemann: Concerto à 4, Nr. 1 TWV 40:201
Ichirō Nodaïra: »Ciacconna de Bach« Transformation pour quatre altos de »Partita No. 2 pour violon seul, BWV 1004« de J. S. Bach
Peter I. Tschaikowsky: »Nussknacker-Ouvertüre« »Allegro giusto«, Arrangement: Katrina Wreede
Benjamin J. Dale: »Introduction and Andante« op. 5 für 6 Violen
Eugène Ysaÿe: Sonate für 2 Violinen solo op. posth.
»Caprice«, das 1. Kammerkonzert, widmet sich ganz dem Klang der Streicher.
Den Auftakt macht ein heiteres Trio des böhmischen Kontrabassisten Adolf Mišek, der als Solist in Wien und Prag wirkte. Sein Werk »Nach dem Geschmack eines Junggesellen« entfaltet tänzerischen Schwung und volkstümlichen Humor. Virtuos geht es weiter mit Niccolò Paganinis »Moses-Fantasie« für zwei Violoncelli – ein Bravourstück über ein Thema aus Rossinis Oper »Moses in Ägypten«. Georg Philipp Telemanns Konzert für vier Bratschen, ursprünglich für Violinen gedacht, verzichtet auf das übliche Continuo und überrascht mit klanglicher Klarheit. Der japanische Komponist Ichirō Nodaïra verwandelt Bachs berühmte Chaconne in ein dunkles Klangbild für vier Bratschen. Auch Tschaikowskys »Nussknacker«-Ouvertüre erscheint in ungewohnter Besetzung und entfaltet märchenhafte Wärme. Benjamin Dales »Introduction and Andante« für sechs Bratschen entstand 1911 für den englischen Bratschisten Lionel Tertis – ein spätromantisches Werk voller Ausdruckskraft. Den feierlichen Schlusspunkt setzt die Sonate für zwei Violinen solo von Eugène Ysaÿe aus dem Jahr 1915. Gewidmet ist sie Königin Elisabeth von Belgien. Ihre Majestät war Schülerin des Komponisten, mit dem sie oft musizierte und den berühmten »Concours Reine Elisabeth« in Brüssel ins Leben rief.