Freiraum

Choreografien der DTH-Tänzer*innen

Tanz
Zwinger 1

Wir gehen einen Schritt weiter: In diesem »Freiraum« erhalten die Tänzer*innen des Dance Theatre Heidelberg erneut die Möglichkeit, ihre choreografischen Fähigkeiten zu entwickeln und zu präsentieren. Doch jetzt kreieren sie längere und umfassendere Stücke.

Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen erschaffen sie komplexe Bewegungslandschaften und erzählen Geschichten, die ihre individuellen künstlerischen Handschriften sichtbar machen. Dabei zeigt »Freiraum« nicht nur die tänzerische Virtuosität unserer Compagnie, sondern auch die künstlerische Tiefe, die entsteht, wenn Tänzer*innen zu Choreograf*innen werden und neue Perspektiven auf Bewegung und Ausdruck eröffnen.

»Confessions for you«

Ausgehend von kleinen Bekenntnissen zu automatischen, heuchlerischen, widersprüchlichen Verhaltensweisen, entfaltet sich allmählich eine überwältigende Landschaft:
Opfer und Täter verschwimmen.
Komplizenschaft und Ohnmacht überlagern sich.
Unsicherheit führt zu Selbstschutz.
Echte Verbindung und menschliche Abhängigkeit voneinander scheinen verdrängt.
Kollektive Kraft und kollektive Verantwortung erscheinen als entkörperlichte Konzepte.
Überstimulation, ständige Information und Taubheit werden zur Norm.
Realität und Fiktion verweben sich.
Aufgeben und Feiern verschmelzen.

Choreografie
Lucía Nieto Vera in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen

»A King Without Distraction«

»Ein König ohne Zerstreuung ist ein Mensch voller Elend.« Blaise Pascal.
Dieser Satz betont die Notwendigkeit von Ablenkung, um der existenziellen Verzweiflung zu entkommen. Doch reicht Zerstreuung aus? Selbst wenn es unmöglich erscheint, Sinn zu finden – sollten wir aufgeben?
In Anlehnung an die philosophische Reflexion des Romans von Jean Giono mit demselben Titel ist dieses Stück eine Auseinandersetzung mit Langeweile, Gewalt und dem menschlichen Bedürfnis nach Reiz und Anregung.

Konzept
Choreografie
Adrien Ursulet in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen
Choreografische Assistenz
Komposition
Jordan Beal

»No no no no, really thank you«

Unsichtbare soziale Dynamiken prägen, wie wir uns selbst wahrnehmen.
Im Wunsch, gesehen und gemocht zu werden, streben wir nach Anerkennung – und diese wird eng mit Macht, Erfolg und Selbstbewusstsein verknüpft.
Soziale Medien verstärken diese Dynamik, und wir passen uns ständig an, inszenieren und ändern uns.
Welcher Teil von uns ist wirklich wahr und welcher Inszenierung?
Fake it until you make it?

 

Konzept
Choreografie
Yi-Wei Lo in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen
Komposition
Hsiang-Chun Tsai (44-22)

»An open gesture«

»An open gesture« erforscht das Verlangen nach absoluter Offenheit, ein unendliches Sich-Entfalten. Es untersucht Verschmelzung und Auflösung als Ergebnis des Sich-Hingebens, das Auflösen unserer Grenzen, um mit allem zu verschmelzen.
Wie weit kann sich ein Körper öffnen, ohne aufzuhören, ein Körper zu sein?

Choreografie
Joan Ferré Gómez in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen
Komposition
Aleksandr Kuzin
Künstlerische Leitung
Probenleitung
Lichtdesign
Jonah Fellhauer Kristin Rohleder
Dramaturgie
Probenleitung und Produktionsleitung
Künstlerische Produktionsleitung

Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.

Die jungen Choreograf*innen von »Freiraum« wurden vom Choreographischen Centrum Heidelberg im Rahmen der TanzAllianz – einer Kooperation zwischen dem Unterwegstheater und dem Theater und Orchester Heidelberg – unterstützt.
Mit freundlicher Unterstützung von