Blutbrot

von Miriam Unterthiner / Regie: Tomas Schweigen / Gastspiel Theater am Werk, Wien

Heidelberger Stückemarkt
Heidelberger Stückemarkt
Zwinger 3
Text ausgezeichnet mit dem Kleist-Förderpreis für neue Dramatik 2025 / Nominierung Nachspielpreis

»Blutbrot« rückt ein bislang wenig aufgearbeitetes Kapitel der Südtiroler Nachkriegsgeschichte ins gesellschaftliche Bewusstsein: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs leisteten Südtiroler*innen Fluchthilfe für Verbrecher des Nationalsozialismus wie Adolf Eichmann und Josef Mengele, indem sie ihnen die Überquerung des Brennerpasses nach Italien ermöglichten (ein Grenzpass zwischen dem österreichischen Bundesland Tirol und der zu Italien gehörenden Autonomen Provinz Bozen-Südtirol). Die Autorin Miriam Unterthiner wählt für diese historisch belastete Thematik eine poetisch-metaphorische Annäherung und lässt Figuren wie »Das Dorf«, »Das Brot« und »Die Landschaft« auftreten. »Blutbrot« thematisiert die tief verwurzelten Mechanismen des kollektiven Schweigens und fragt, wie sich historische Verstrickungen in das kulturelle Gedächtnis einschreiben, welche Verantwortung eine Gesellschaft für ihre verdrängte Vergangenheit trägt und welche Rolle das Erinnern in der Gegenwart spielt.

 

 

 

Die Uraufführung von »Blutbrot« war 2025 am Theater Aachen.



 

Content Note / Hinweis zu sensiblen Inhalten

von Miriam Unterthiner / Regie: Tomas Schweigen / Gastspiel Theater am Werk, Wien
im Anschluss Publikumsgespräch
Regie
Tomas Schweigen
Bühne und Video
Stephan Weber
Kostüme
Giovanna Bolliger
Musik
Martin Gantenbein
Choreografie
Hannah Zauner
Dramaturgie
Hannah Lioba Egenolf
Mit
Thomas Frank
Isabella Händler
Lukas Koller
Josef Mohamed
Violetta Zupančič
Special appearance
Miriam Unterthiner
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