100 Jahre Schlossfestspiele – Ausstellung im Ottheinrichsbau

Exponate und Dokumente zur Geschichte der Schlossfestspiele

Heidelberger Schlossfestspiele
Heidelberger Schlossfestspiele
Ottheinrichsbau
Die Ausstellung ist vom 20. Mai bis 2. August 2026 geöffnet.

Aus der Mitte der Heidelberger Stadtgesellschaft 1926 gegründet, schreiben die »Heidelberger Festspiele« im Schlosshof vier Jahre lang Theatergeschichte, bis sie in einem Strudel von Unterfinanzierung und antisemitischer NS-Propaganda untergehen. 1934 lässt Goebbels’ Propagandaministerium das Festival unter dem Namen »Reichsfestspiele Heidelberg« als Aushängeschild systembejahender Hochkultur auferstehen. In den 1950er-Jahren knüpfen die »Schlossspiele Heidelberg« an die Vergangenheit an. An welche, bleibt in der Schwebe. 1974 braucht der Tourismus nach dem Ölpreisschock dringend einen Boost: Der Heidelberger Verkehrsverein belebt das Festival neu mit »The Student Prince« als Honigfalle für US-amerikanische Tourist*innen. Aus diesem Neustart entwickeln sich in über 50 Jahren kontinuierlichem Spielbetrieb die Heidelberger Schlossfestspiele in ihrer heutigen Form.

Das Theater und Orchester Heidelberg präsentiert in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg eine Ausstellung im Ottheinrichsbau, die die Geschichte der Schlossfestspiele im Detail beleuchtet und besondere Exponate und Dokumente erlebbar macht.


Sie können die Ausstellung entweder im Rahmen des regulären Schlosseintritts besuchen (Tickets erhältlich über das Heidelberger Schloss) oder ab einer Stunde vor den Veranstaltungen der Heidelberger Schlossfestspiele im Schlosshof sowie im Dicken Turm (in Verbindung mit ihrer Theaterkarte) ansehen.

Zudem gibt es im Juli 2026 an fünfzehn Abendterminen die Gelegenheit, die Ausstellung als Abschluss der »Führung durch die Festspielgeschichte mit theatralen Highlights« zu erleben. Tickets dafür erhalten Sie über uns, weitere Informationen dazu finden Sie hier.