Das ist theater+

theater+ ist ein neues Angebot, das Menschen mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen einen Theaterbesuch ermöglichen soll. Dabei wird jeden Monat mindestens einer regulären Veranstaltung aus dem Spielplan ein Angebot hinzugefügt, das die Zugänglichkeit vereinfacht.

Außerdem sind Veranstaltungen, Führungen und Theaterworkshops geplant, die inklusionsorientiert gestaltet und so für Menschen mit und ohne Behinderung geöffnet sind.

Auf Anfrage bieten wir Termine für barrierearme Theaterführungen an. Der Blick hinter die Kulissen ist möglich als Tastführung, Führung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) und als rollstuhlgerechte Führung.  

theater+ ist ein wachsendes und sich stetig veränderndes Projekt. Wir lernen immer dazu und freuen uns jederzeit über Rückmeldungen und Ideen!

Angebote mit Deutscher Gebärdensprache

Mit der Deutschen Gebärdensprache (DGS) kommunizieren vor allem gehörlose und schwerhörige Menschen. Die DGS ist eine visuelle Sprache, die mit Händen, Mimik und Gestik funktioniert.
Bei ausgewählten Veranstaltungen übersetzen Gebärdensprachdolmetscher*innen die gesprochenen Texte auf der Bühne gleichzeitig in DGS.

2025/26 werden Theaterführungen mit Verdolmetschung in DGS angeboten, ebenso einzelne Vorstellungen von »Die kleine Hexe«. Auch die Vorstellungen des Rechercheprojekts »Ein Platz im Gedächtnis« werden verdolmetscht.

Foto: waechter + waechter Architekten
Susanne Berckhemer, Dario Scheffler, Jelena Kunz, Katharina Kessler; Foto: Susanne Reichardt
Szenenfoto aus »Die kleine Hexe«: Vier Hexen stehen vor einem großen pinken Baumstamm und strecken die Hände aus. Die Muhme Rumpumpel trägt ein graues Wolkenkleid und eine große weiße Perücke. Die Kräuterhexe trägt ein mit Pflanzenmotiven bedrucktes Kleid, die Knusperhexe ein pinkes Glitzerkleid mit passendem Hut. Die Sumpfhexe trägt einen grauen Pelz und eine große Sonnenbrille.
Esther Reche Gallardo, Melanie Schock, Hobbit Heitmann, Maren Schück, Ute Baumann, Marlene Mürter, Romy Kesternich, Valerie Schäfer, Leyla Tagore-Link, Johanna Reißfelder; Foto: Susanne Reichardt

Angebote mit Audiodeskription

Bei einer Audiodeskription (AD) werden die sichtbaren Vorgänge auf der Bühne – wie Bewegungen, Aussehen der Personen oder Bühnenbilder – live beschrieben.
Diese Beschreibungen werden über ein Empfangsgerät mit Kopfhörern übertragen, damit auch blinde und sehbehinderte Menschen das Bühnengeschehen verfolgen können.

2025/26 bieten wir Vorstellungen der Oper »La Cenerentola« und des Tanzabends »Bodies of Water« mit Audiodeskription an.

Theresa Immerz, Elisabeth Wrede, Katarina Morfa, João Terleira, Ensemble; Foto: Susanne Reichardt

Relaxed Performances

Relaxed Performances sind Vorstellungen in einer besonders ruhigen und reizarmen Umgebung. Starke Licht- und Toneffekte werden reduziert, es gibt alternative Sitzmöglichkeiten und das Publikum kann den Saal bei Bedarf verlassen und wiederkommen. Außerdem steht ein Ruheraum zur Verfügung.
So entsteht eine entspannte Atmosphäre – besonders geeignet für Menschen mit sensorischer Empfindlichkeit oder neurodivergente Personen.

In der Spielzeit 2025/26 bieten wir Relaxed Performances bei verschiedenen Produktionen des Jungen Theaters an: »Troja! Blinde Passagiere im trojanischen Pferd«, »Krabat« und »20.000 Meilen unter dem Meer«.

Timo Jander, Leonie Kolhoff, Tim Knieps; Foto: Susanne Reichardt
Szenenfoto aus »Krabat«: Leonie Kolhoff steht in der Mitte und hält lächelnd ein Tablett mit Backwaren hoch. Sie trägt eine Schürze um die Hüfte. Links und rechts neben ihr stehen Timo Jander und Tim Knieps, beide blicken auf das Tablett. Alle drei Tragen graue Jacken und Mützen. Im Hintergrund ist eine graue, hölzern wirkende Wand zu sehen, auf der Kreidezeichnungen zu erkennen sind.

Übertitel

Übertitel sind schriftliche Übersetzungen der gesprochenen oder gesungenen Texte auf der Bühne.
Sie werden über der Bühne angezeigt – zum Beispiel durch einen Beamer oder eine Laufschrift.
Übertitel helfen besonders Menschen, die die gesprochene Sprache nicht oder nur schwer verstehen.

2025/26 werden die Vorstellungen von »Die Katze auf dem heißen Blechdach« und von »Asiawochen« in englischer Sprache übertitelt.

Hans Fleischmann, Andreas Seifert, Steffen Gangloff, Beteiligte des Kinderchors, Lisa Förster, Nicole Averkamp, Marco Albrecht; Foto: Susanne Reichardt