Anna Schönberg wuchs in Hildesheim auf. Nach einem Gastengagement am Maxim Gorki Theater in Berlin studierte sie Schauspiel in Wien am Max Reinhardt Seminar. In Österreich war sie am Stadttheater Klagenfurt und in Bregenz engagiert und arbeitete mit der Künstlerin Carmen Brucic am Burgtheater und dem Haus für Musik und Theater (MuTh) in Wien.
Sie war drei Jahre Ensemblemitglied am Theater Paderborn und hat außerdem in der Freien Szene in Wien, Leipzig und Berlin gearbeitet, z. B. am Theaterdiscounter, Ballhaus Ost, Kosmos Theater Wien und den Sophiensaelen. Dort gewann sie 2015 den Publikumspreis beim 100° Festival Berlin mit ihrem eigenen Stück »Wie man leben soll oder was macht Peter?« im Kollektiv mit Julia Tausend, mit der sie eine längere Zusammenarbeit verbindet.
Von 2017 bis 2024 war sie Ensemblemitglied an der Neuen Bühne Senftenberg und hat hier mehrfach mit Dominic Friedel zusammengearbeitet.
2021 gastierte Anna Schönberg beim Lausitz-Festival in der Regie von Christiane Pohle in »Rein Gold – ein Bühnenessay« von Elfriede Jelinek.
Sie war Marie in »Woyzeck«, Adela in »Bernarda Albas Haus« von Lorca, Maša in »Die Möwe« von Tschechow, Dorine in »Der Tartüff« von Moliere, Puck in »Ein Sommernachtstraum«, die Großfürstin in Camus' »Die Gerechten«, Ariel im »Sturm«, Lady Milford in »Kabale und Liebe«, Jessica Höfels in »Frau Müller muss weg« und Nadja in »УТОПИЯ — Utopia« von M. Durnenkov und vieles mehr.
Anna Schönberg übernimmt regelmäßig Rollen in Kino- und Fernsehfilmen. Sie stand u. a. für die erste deutsche Netflix-Serie »Dark« vor der Kamera und jüngst für eine Episodenhauptrolle bei »Soko Leipzig«. Mit ihrem Kurzfilm »Beate sitzt im Badezimmer und schweigt« wurde sie zum Filmfest in Warschau eingeladen. Die Serie »WatchMe - Sex sells« lief 2024 auf dem Max-Ophüls-Preis-Filmfestival in Saarbrücken.
Seit der Spielzeit 2024/25 arbeitet Anna Schönberg wieder freiberuflich und ist derzeit in Hildesheim an der Oper als Clown engagiert und am Theater und Orchester Heidelberg für »Achtsam morden« in der Regie von Holger Schultze.
Anna Schönberg