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Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne

Ein Stück nach der Erzählung von Saša Stanišić.

Schauspiel
Zwinger 1
Bühnenfassung von Hannah Frauenrath.
[für alle ab 16 Jahren]

Manchmal hat man Angst, etwas im Leben verpasst zu haben. Man hat zu lange gewartet und sich nicht getraut. So geht es 4 Freunden. Sie sitzen Mitte der 1990er-Jahre in den Weinbergen von Heidelberg. Sie denken über ihre Zukunft nach.
Einer von ihnen heißt Fatih. Er hat eine tolle Idee. Er sagt: Stell dir vor, es gäbe einen Proberaum für das Leben. Dort könnte man zehn Minuten von der Zukunft ausprobieren. So wie in einem Schuhladen, nur mit dem eigenen Schicksal.

In Saša Stanišićs Geschichte wird diese Erfindung wahr. Alle können die »Anprobe der Zukunft« nutzen. Zum Beispiel: Die Putzfrau Dilek. Sie entscheidet, dass sie ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Die Witwe Gisel. Ihr Mann ist gestorben. Sie ist traurig und wünscht sich einen neuen Mann. Deshalb stellt sie ihre Gießkanne auf dem Friedhof so hin, dass der Ausguss nach vorne zeigt. Das ist ein Zeichen, dass sie angesprochen werden möchte.

Die Regisseurin Hannah Frauenrath hat schon einmal ein Stück in Heidelberg inszeniert. Das war die Uraufführung des Stücks »Blaupause«. Jetzt arbeitet sie wieder hier und zeigt die Geschichte von Saša Stanišić. Es geht um die schönen, manchmal verschlungenen Umwege des Lebens.


Hinweis zu sensiblen Inhalten

Zu dieser Produktion gibt es spielplanbegleitende Angebote aus dem Bereich Kunst & Vermittlung.

Bühne und Kostüme
Musik
Theaterpädagogik
Live-Musik
Regieassistenz/Inspizienz
Tjark Piepenburg
Soufflage
Sara Eichhorn
Kostümassistenz
Hannah Schäfer
Bühnenbildassistenz
Judith Grätzer
Kostümhospitanz
Franka Brand

Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.

Eine Einführung von Deborah Raulin können Sie hier hören.

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Trailer von Siegersbuschfilm

Regisseurin Hannah Frauenrath habe sechs Episoden ausgewählt und auf die »dramaturgisch wesentlichen Momente« reduziert, berichtet Frank Barsch im Mannheimer Morgen (2. März 2026). Das Ensemble sei in »schwungvoll wechselnden Rollen« zu sehen, spiele sich »von Pointe zu Pointe«, dabei gelängen »absurd schöne« Szenen.

In der Rhein-Neckar-Zeitung (2. März 2026) gefällt Jesper Klein die Inszenierung der Titelstory am besten, »Das hat Tiefgang, Tempo, Pfiff und Pointen«. Überhaupt sichere sich das »spielfreudige« Ensemble »schnell einige Lacher«, begleitet von einem »poppigen Soundtrack«, geendet habe der Abend mit »reichlich Beifall«.