Auf der andern Seite des Monds
Ein Stück nach Ideen aus der Welt von Hilde Domin. Von Marcel Kohler.
Marguerre-Saal
[für alle ab 15 Jahren]
Auf der Bühne bewegen sich verschiedene Menschen. Ihre Wege kreuzen sich und trennen sich wieder. Alle sind unterwegs und haben ihre Heimat verloren. Vielleicht leben sie in einer fremden Stadt. Vielleicht leben sie aber auch »auf der andern Seite des Monds«. Die Ideen für diese Menschen stammen aus den Texten der Dichterin Hilde Domin.
Die Nationalsozialisten haben Hilde Domin gezwungen, aus Deutschland wegzugehen. Ihre neue Heimat fand sie in der Sprache und in ihren Gedichten. Ihre Gedichte erzählen davon, dass man Mut braucht, um nach dem Verlust wieder etwas Neues anzufangen. Nach 22 Jahren im Ausland kam Hilde Domin 1954 nach Heidelberg zurück. Sie wurde dort eine der wichtigsten Dichterinnen nach dem Krieg.
Der Regisseur Marcel Kohler hat aus Hilde Domins Gedichten ein Stück gemacht. Es ist eine Mischung aus kurzen Szenen. Es zeigt ein großes Bild vom Weggehen und Bleiben. Es geht um: Schönheit in den Dingen, ein Leben »unter Akrobaten und Vögeln«. Der Regisseur verbindet verschiedene Kunstformen. Dazu gehören Theater, Konzert, Live-Malerei und Zirkus. Auch die Kunst von Andreas Felger spielt eine Rolle. Andreas Felger war viele Jahre ein enger künstlerischer Begleiter von Hilde Domin. Er hat einen Bühnenvorhang gestaltet. Dieser Vorhang wird in der Inszenierung zum ersten Mal gezeigt.
Es soll ein Abend werden, der die Zuschauer im Herzen, an der »Herzhaut«, berührt.
Hinweis zu sensiblen Inhalten
Zu dieser Produktion gibt es spielplanbegleitende Angebote aus dem Bereich Kunst & Vermittlung.
Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.
Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.
Eine Einführung von Deborah Raulin und Orina Vogt können Sie hier hören.
Trailer von Siegersbuschfilm