Ciel d’hiver
5. Philharmonisches Konzert: Kaija Saariaho: »Ciel d’hiver« / Oxana Omelchuk: »und alle flieger fliegen nach minsk« für Vokalensemble und Orchester (Uraufführung) / Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47
Oxana Omelchuk: »und alle flieger fliegen nach minsk«
Die Komponistin Oxana Omelchuk erhielt 2025 den Heidelberger Künstlerinnenpreis. Sie stammt aus Belarus und lebt schon lange in Köln. In ihrer Musik benutzt sie gerne Teile aus verschiedenen Musikstilen und setzt sie neu zusammen. So entsteht aus Bekanntem etwas ganz Neues und Überraschendes.
Kaija Saariaho: »Ciel d’hiver« (Winterhimmel)
Die Komponistin Kaija Saariaho (Preisträgerin von 2009) erinnert sich bei ihrer Heimat Finnland vor allem an das besondere Licht und die Natur. Ihr Stück »Ciel d’hiver« beschreibt einen Winterhimmel. Die Musik klingt hoch und kalt, während einzelne Töne wie Sterne am Himmel aufblitzen.
Dmitri Schostakowitsch: 5. Sinfonie
Dieses gewaltige Werk ist eines der bekanntesten von Schostakowitsch. Er schrieb es in einer Zeit, in der er große Angst vor der Politik des Herrschers Stalin haben musste. Er nannte die Sinfonie eine »praktische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik«. Die Politiker waren zufrieden. Die Musik ist deshalb klarer und weniger kompliziert als seine früheren Werke. Doch viele Menschen fragen sich bis heute: Meinte er das wirklich ernst oder versteckte er in der traurigen Musik seine wahre Meinung über die Unterdrückung?