Selig
4. Bachchor-Konzert / Arnold Schönberg: »Ein Überlebender aus Warschau« / Johannes Brahms: »Ein deutsches Requiem«
Peterskirche
Arnold Schönberg: »Ein Überlebender aus Warschau«
Dieses Werk von Arnold Schönberg gehört zu den bewegendsten Kompositionen über den Holocaust. In nur 99 Takten schafft er es, das unvorstellbare Leid der Menschen im Warschauer Ghetto darzustellen. Die Musik und der Text sind erschütternd realistisch. Der Erzähler beschreibt den Terror der Nationalsozialisten. Am Ende singt ein Männerchor das »Schma Jisrael«, das wichtigste jüdische Glaubensbekenntnis. Es ist ein monumentales Mahnmal gegen das Vergessen.
Johannes Brahms: »Ein deutsches Requiem«
Auch das Requiem von Johannes Brahms ist etwas ganz Besonderes. Anders als bei einer klassischen Totenmesse wählte Brahms die Texte selbst aus der Luther-Bibel aus. Er stellte Sätze aus dem Alten und Neuen Testament so zusammen, dass sie zwei Gefühle verbinden: Trauer und Trost. Es ist eine Totenfeier, die nicht an eine bestimmte Kirche gebunden ist, sondern allen Menschen in ihrem Schmerz Hoffnung geben möchte.