zwinger x unsichtbar
Gastspiel des Kollektivs Mütterkünste mit anschließendem Podiumsgespräch zum Thema Mutterschaft & Macht
Zwinger 1
An der »UnsichtBar« werden die Künstlerinnen zu Müttern oder die Mütter zu Künstlerinnen: Die Gleichzeitigkeit von Privat- und Berufsleben, von Fürsorge und Karriere verstrickt sich zur herausfordernden Realität und nach und nach verschwimmen die Grenzen dieser zwei vermeintlichen Parallelwelten. Aus dem daraus entstehenden Druck, dem sich die Künstlerinnen gemeinsam mit Kampfgeist und Hingabe stellen, entsteht eine solidarische Utopie, die aufzeigt und einfordert, wie es auch sein könnte: wie sich Mutterschaft, Arbeit und Kunst nicht entgegenstehen, sondern gegenseitig inspirieren und stärken können.
Das Kollektiv Mütterkünste rückt mit seiner interdisziplinären Performance »UnsichtBar« die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf im Kulturbetrieb ins Rampenlicht. Die sechs Künstlerinnen, die alle zugleich auch Mütter sind, fordern damit mehr Sichtbarkeit für dieses Thema – auch über den Bereich der Kultur hinaus.
Beteiligte Künstlerinnen: Miriam Lemdjadi, Laura Albrecht, Lydia Eller, Rica Lata Matthes
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Podiumsgespräch mit Gästen zum Thema Mutterschaft und Macht statt.
Kollektiv Mütterkünste
Das interdisziplinäre Kollektiv Mütterkünste hat sich 2020 gegründet und arbeitet seitdem an gesellschaftlich relevanten Themen. Es nutzt Mutterschaft als Ressource und verbindet diese mit künstlerischen Gestaltungsformen und wissenschaftlichen Fragestellungen. Dabei folgt das Kollektiv stets dem Prinzip des Konstruktiven, d. h. dem Ziel, nicht nur zu diagnostizieren, sondern Utopien zu entwerfen und sozial-ökologische Perspektiven zu entwickeln. Die sieben Künstler:innen und Mütter haben ein solidarisches Arbeitsmodell entwickelt, das die jeweiligen Ressourcen in gemeinsam ausgehandelten Teil- und Vollzeitmodellen bündelt, um so die Vereinbarkeit von Mutterschaft und künstlerischem Schaffen zu ermöglichen.