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Die Zeit fährt Auto

Lieder und Texte aus der Kneipe als Theater-Musikshow. Von Kurt Tucholsky bis Udo Lindenberg.

Schauspiel
Zwinger 1

In den Texten aus den Jahren 1920 bis 1939 geht es um viele Probleme, zum Beispiel: Arbeitslosigkeit und Wohnungssuche, Krieg und Parolen, steigende Preise und Wirtschaftskrise. Diese alten Texte sind erstaunlich aktuell. Sie sind oft lustig und leicht geschrieben. Sie stecken voller Wortwitz. Die Menschen hatten oft Galgenhumor. Das heißt: Sie machten Witze über schlimme Dinge. Gute Miene zum bösen Spiel. Viele Texte wurden zu Liedern gemacht und sind bis heute bekannt.

Auf der Bühne ist es wie in einer Kneipe. Dort treffen sich: Stammgäste, Menschen, die die Welt verändern wollen, Menschen die zuschauen, Liebespaare…

Die Musikshow zeigt Gedichte und kluge Sprüche von: Erich Kästner, Walter Mehring, Kurt Tucholsky. Und Lieder von: Friedrich Hollaender, Hanns Eisler, Hildegard Knef, Udo Lindenberg und vielen anderen. Der Dichter Erich Kästner schrieb 1927: »Wir sitzen alle im gleichen Zug«. Er schrieb auch: »Die Zeit fährt Auto. Doch kein Mensch kann lenken.«

 

Lieder und Texte aus der Kneipe als Theater-Musikshow.
Von Kurt Tucholsky bis Udo Lindenberg.

Lieder und Texte aus der Kneipe als Theater-Musikshow.
Von Kurt Tucholsky bis Udo Lindenberg.
Musikalische Leitung
Bühne
Choreografie
Lichtdesign
Kristin Rohleder
Dramaturgie
Klavier etc.
Schlagzeug etc.
Regieassistenz und Inspizienz
Helen Metzger

Die Herstellung der Dekorationsteile erfolgt in den Werkstätten des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Hier finden Sie eine vollständige Liste aller Mitarbeiter*innen der beteiligten Technischen Abteilungen.

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Trailer von Siegersbuschfilm

Eine kurzweilige Revue in Form eines »virtuosen Liederabends« habe Holger Schultze in Szene gesetzt, berichtet Alexandra Beilharz in der Rhein-Neckar-Zeitung (2. Dezember 2023). Themen wie »Wohnungsnot, Kriegsgefahr, Inflation und Wirtschaftskrise« verwiesen nicht nur auf die Entstehungszeit, sondern auch auf das Heute. Dabei würden auch die schweren Inhalte »humorvoll« und »leichtfüßig«, mit »beeindruckenden« Tanzeinlagen und mit großer musikalischer Bandbreite geboten. Der »unterhaltsame« und »gleichwohl nachdenklich stimmende Abend«, der trotz Leichtigkeit nie den »künstlerischen Anspruch« vermissen lasse, sei vom Publikum »zu Recht« mit Begeisterung aufgenommen worden.

In seiner »literarisch-musikalischen Zeitreise« verwebe Regisseur Holger Schultze »melancholische Innenschau und überschäumendes Temperament«, meint Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (2. Dezember 2023). »Doppelbödig« in Spiel und Gesang, mit »exzellent[er]« musikalischer Umsetzung, in »Frust und Daseinslust« feuere das Ensemble sich gegenseitig an. Das Publikum werde in »den Wirbel der Zeit« hineingesogen, der Abend stimme »nachdenklich« und begeistere. »Die Inszenierung wird sicher wieder ein Renner«, prognostiziert der Rezensent.