Theater und Orchester Heidelberg

Einstellung des Spielbetriebs

+++   Einstellung des Vorstellungsbetriebs am Theater und Orchester Heidelberg bis Ende der Spielzeit 2019|20  +++   Absage der Heidelberger Schlossfestspiele 2020   +++   Der Heidelberger Stückemarkt findet nicht statt   +++   Die Manfred Lautenschläger-Stiftung erhöht das Preisgeld für den Autor*innenpreis auf 12.000 Euro   +++   Junges Theater im Delta und 34. Heidelberger Schultheatertage abgesagt   +++

Der Spielbetrieb des Theaters und Orchesters Heidelberg ist bis zum Ende der Spielzeit 2019|20 eingestellt

Die Heidelberger Stadtspitze stellt in enger Abstimmung mit dem Intendanten den Vorstellungsbetrieb der laufenden Spielzeit 2019|20 ein. Alle bisher für diese Spielzeit noch vorgesehenen Vorstellungen werden abgesagt. Das schließt auch Führungen, Begleitprogramme sowie Veranstaltungen an anderen Spielorten ein. Das Heidelberger Theater wird weiterhin mit seinen virtuellen Angeboten auf den Social-Media-Plattformen sowie auf der Website für seine Zuschauer*innen da sein und einzelne Projekte im Stadtraum umsetzen.

Damit folgt die Stadt Heidelberg der Anordnung des Landes Baden-Württemberg zur Einstellung des Spielbetriebes an seinen Staatstheatern.

Intendant Holger Schultze zur Situation in Heidelberg: »Der Entschluss, das Theater und Orchester Heidelberg mit allen Spielorten bis zum Ende der laufenden Spielzeit zu schließen, war abzusehen, dennoch trifft uns die endgültige Entscheidung sehr. Unsere Künstlerinnen und Künstler haben sich in den vergangenen Wochen nach Kräften bemüht, den künstlerischen Input in Heidelberg nicht versiegen zu lassen und dem Theater weiterhin eine Stimme zu geben. Eine Schließung bis Sommer bedeutet natürlich eine noch längere Bühnenabstinenz. Wir vermissen unser Publikum sehr.«

Das Theater und Orchester Heidelberg wird bereits erworbene Eintrittskarten für ausfallende Vorstellungen automatisch und kostenfrei stornieren, in einen Gutschein umwandeln und per Post den Zuschauer*innen zuschicken.
Alle Besucher*innen, die Tickets ohne Angabe persönlicher Daten gekauft haben, werden gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail an die Theaterkasse zu wenden: 06221|5820 000 oder tickets@theater.heidelberg.de

Da wir häufig auf die Möglichkeit einer Spende zugunsten des Theaters angesprochen werden: Dies ist selbstverständlich möglich. Sehr gerne können Sie Ihre Spende wie folgt an uns richten:

Kontoinhaber: Theater und Orchester Heidelberg
IBAN: DE91 6725 0020 0009 3024 17
BIC (SWIFT-Code): SOLADES1HDB
Verwendungszweck: Debitor 400116

Sollten Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift, dem Namen des*der Kontoinhaber*in (falls abweichend) und der Spendenhöhe an Herrn Elmahdi Brissa, elmahdi.brissa@heidelberg.de.

Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen sehr.

Die Theaterkasse in der Theaterstraße 10 ist derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen.

Das Theater und Orchester Heidelberg bittet in dieser außergewöhnlichen Situation um etwas Geduld bei der Bearbeitung aller anfallenden Anfragen und Vorgänge und freut sich, seine Zuschauer*innen bald wieder begrüßen zu können.

Absage der Heidelberger Schlossfestspiele 2020 − Stadt Heidelberg folgt den Empfehlungen der Bundesregierung zur Absage aller Großveranstaltungen

Die Stadtspitze hat sich in enger Abstimmung mit Intendant Holger Schultze schweren Herzens dazu entschlossen, die diesjährigen Heidelberger Schlossfestspiele und alle damit in Verbindung stehenden Veranstaltungen abzusagen.

Damit folgt Heidelberg den gestern, 15. April 2020 bekanntgegebenen Empfehlungen der Bundesregierung zur Absage aller Großveranstaltungen bis 31. August 2020 zum Schutz vor Neuansteckungen mit dem Covid-19-Virus.
Die Entscheidung fiel angesichts der Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus nicht leichtfertig, sondern nach intensiver Beratung.

Holger Schultze trifft die Entscheidung hart, findet sie aber richtig: »Die Heidelberger Schlossfestspiele sind jeden Sommer das Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt. Regionale und überregionale Besucherinnen und Besucher buchen ihre Tickets oft weit im Voraus. Einzelne Veranstaltungen waren bereits einige Tage nach dem Vorverkaufsstart im Januar diesen Jahres nahezu ausverkauft. Für alle, die einen Besuch fest eingeplant haben, tut uns der Beschluss leid. Trotz allem Bedauern unterstütze ich die Entscheidung und halte sie für alternativlos im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus.«

Heidelberg steht mit dieser Entscheidung nicht alleine, auch andere Freilicht-Spiele wie die Bad Hersfelder Festspiele oder das Festival d’Avignon haben ihre Saison bereits abgesagt.

Das Theater und Orchester Heidelberg wird bereits erworbene Eintrittskarten für ausfallende Vorstellungen automatisch und kostenfrei stornieren, in einen Gutschein umwandeln und per Post den Zuschauer*innen zuschicken. Alle Besucher*innen, die Tickets ohne Angabe persönlicher Daten gekauft haben, werden gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail an die Theaterkasse zu wenden unter 06221|5820 000 oder tickets@theater.heidelberg.de.

Da wir häufig auf die Möglichkeit einer Spende zugunsten des Theaters angesprochen werden: Dies ist selbstverständlich möglich. Sehr gerne können Sie Ihre Spende wie folgt an uns richten:

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Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen sehr.

Aufgrund der aktuellen Situation und der Tatsache, dass neben dem Spielbetrieb auch der Probenbetrieb des Theaters und Orchesters Heidelberg zeitweise ausgesetzt ist und die Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar geschlossen sind, muss das Junge Theater Heidelberg schweren Herzens die 34. Heidelberger Schultheatertage (22.–27. Mai 2020) absagen.

Die Schultheatertage hätten in diesem Jahr gemeinsam mit dem Festival Junges Theater im Delta, dem Spielclubfestival der Metropolregion Rhein-Neckar, stattgefunden.

Jedes Jahr zeigen an insgesamt sechs Tagen sowohl Schultheatergruppen als auch Spielclubs der Jungen Theater in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Speyer ihre Arbeiten und tauschen sich in Nachgesprächen über diese aus. In zahlreichen Workshops und Rahmenprogramm-Veranstaltungen vertiefen die Teilnehmer*innen ihren Kontakt und gewinnen neue Impulse und Eindrücke für ihre weitere Arbeit.

Ob und wie die Werkschauen bzw. Arbeiten der verschiedenen Gruppen in diesem Jahr zur Aufführung kommen werden, ist derzeit noch in Klärung.

Der Heidelberger Stückemarkt wird zum ersten Mal in seiner 36-jährigen Geschichte nicht stattfinden. Beteiligte Künstler*innen sollen trotzdem geehrt werden, die Manfred Lautenschläger-Stiftung erhöht das Preisgeld.

Der Stifter des Preisgeldes für den jährlichen Autor*innenwettbewerb, die Manfred Lautenschläger-Stiftung, erhöht das Preisgeld von 10.000 auf 12.000 Euro.  Der Gewinn wird gleichmäßig auf die sechs für den Autor*innenpreis Nominierten verteilt. Jeder*jede der Künstler*innen erhält somit 2.000 Euro.

Die Manfred Lautenschläger-Stiftung sowie das Theater und Orchester Heidelberg zeigen sich damit solidarisch mit freischaffenden Künstler*innen und Autor*innen. Intendant Holger Schultze dankt dem Stifter für die schnelle und unkonventionelle Lösung und setzt in dieser Zeit der Krise, in der Solidarität wichtiger ist als der Wettbewerbsgedanke, ein wichtiges Zeichen.
Statt öffentlicher Lesungen der für den Wettbewerb nominierten Stücke präsentiert das Theater die Werke der Autor*innen in digitaler Form. Auf welche Art und Weise, ist derzeit noch in Klärung. Das Theater und Orchester Heidelberg sucht gemeinsam mit seinem Medienpartner nachtkritik.de nach Lösungen.

Auch das Preisgeld für den diesjährigen Jugendstückepreis, gestiftet durch das Unternehmerehepaar Bettina Schies und Klaus Korte, wird zu gleichen Teilen auf die Autor*innen der nominierten Gastspiele aufgeteilt.

Der Nachspielpreis kann in diesem Jahr leider nicht vergeben werden.

Litauen wird statt 2020 in einem anderen Jahr Gastland des Heidelberger Stückemarktes werden. Wann genau, ist ebenfalls in Klärung.