Theater und Orchester Heidelberg
Blick ins Foyer des Marguerre-Saals; Foto Susanne Reichardt

Vom 1. bis 8. Februar 2020 waren für die zweite Ausgabe des iberoamerikanischen Theaterfestivals ¡Adelante! Künstler*innen aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Spanien, Uruguay und Venezuela in Heidelberg zu Gast.

Pressestimmen

Vielleicht werden diese Vorführungen das deutsche Publikum anstrengen. In jedem Fall werden sie es nachdenken lassen über die alte Frage: Wie viel Konflikt braucht das Theater draußen, damit es drinnen kraftvoll spielen kann?
Elena Witzeck, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Januar 2020

Musikalisch ist es ein rauschhaftes Ereignis, das da über die Bühne des Heidelberger Stadttheaters tobt. Sehr sehr lateinamerikanisch rhythmisiert und instrumentiert. Was Horacio Salinas für Piano, Cello, Gitarre, Flöte, Klarinette und Percussions komponierte, hat wenig mit Mozart und Schikaneder zu tun. […] Autor Caldéron und Regisseur Antú Romero Nunes haben ein paar einfache und ein paar kompliziertere Antworten auf diese Fragen parat. Und man kommt ihnen erst nach und nach auf die Schliche.
Sabine Leucht, nachtkritik.de, 1. Februar 2020, zu »La Flauta Mágica« 

Arias ist ja eine ausgewiesene Expertin für Dokumentartheater, arbeitet auf der ganzen Welt, oft in Deutschland. Dass sie für »Campo minado« ehemalige Feinde zusammengebracht hat, ist schon ein besonderer Coup, für den sie überzeugende szenische Lösungen findet. […] Rhythmus besitzt der Abend, auch Selbstironie und Witz. Aber er findet immer wieder den Weg zu den Schmerzpunkten, zu Leid, Trauma, Tod.
Georg Kasch, ¡Adelante!-Plattform in Kooperatin mit nachtkritik.de, 5. Februar 2020, zu »Campo Minado« 

Wie ein Frühlingsgewitter entlädt sich in Heidelberg die geballte Energie freier – oft auch vogelfreier – Theatergruppen, die in ihren Heimatländern ums Überleben kämpfen,, mutig anspielen gegen Diskriminierung, Rassismus, Gewalt.
Sabine Willkop, SWR Fernsehen, KUNSCHT!, am 6. Februar 2020

2017 fand ¡Adelante! zum ersten Mal statt, in zwei, drei Jahren dürfte es die dritte Runde gehen. Kein anderes Stadttheater in Deutschland hat einen solchen Schwerpunkt. Mehr und mehr entwickelt sich das Haus zum Global Player – und das ist gut so, weil kulturelle Anregungen von außen den eigenen Horizont enorm erweitern. […] Auffällig an den Gastspielen aus Lateinamerika ist ihre starke politische und poetische Ausrichtung ganz auf der Höhe des Zeitgeist-Theaters mit Live-Kamera-Einsatz, postdramatischen Formen oder aktuellen Recherche-Projekten.
Volker Oesterreich, Rhein-Neckar-Zeitung, am 9. Februar 2020

Pressestimmen zum Nachhören

Zu hören sind hier

Marie-Dominique Wetzel im SWR2, Journal am Mittag, zum Festivalstart und »La flauta mágica/Die Zauberflöte« am 30. Januar 2020


Susanne Burkhardt im Deutschlandradio Kultur, Studio 9, zum Politischen Theater in Chile, am 23. Januar 2020


und die Bilanz von Michael Laages im Deutschlandfunk, Kultur heute, am 9. Februar 2020