Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Ingo Kerkhof

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Ingo Kerkhof inszeniert Oper und Schauspiel unter anderem in Berlin, Bern, Düsseldorf, Florenz, Freiburg, Hamburg, Karlsruhe, Köln, Linz, Mannheim, München und Zürich.
Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden arbeitet Kerkhof seit 2014 regelmäßig an Opern- und Schauspielproduktionen. In der Spielzeit 2018|19 entstanden Inszenierungen von Tschechows »Die Möwe«, Shakespeares »Richard III« sowie zuletzt von Leoš Janáček Oper »Jenufa«.
Des Weiteren verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Staatsoper Hannover (u. a. »L’Orfeo«, »Die Entführung aus dem Serail«, »Le nozze di Figaro«, »Ariadne auf Naxos« und zuletzt »Salome«) sowie mit der Berliner Staatsoper unter den Linden, für die Kerkhof neben zwei zeitgenössischen Werken zuletzt gemeinsam mit dem Barockspezialisten René Jacobs verantwortlich zeichnete für die überregional gefeierte Wiederentdeckung von Agostino Steffanis Oper »Amor vien dal destino«.
Neben Stücken des klassischen Opernrepertoires hat Kerkhof in letzter Zeit vor allem Musiktheater der Moderne und Gegenwart inszeniert wie u. a. Alban Bergs »Wozzeck« an der Oper Köln (2011), Hans Krásas »Verlobung im Traum« am Badischen Staatstheater Karlsruhe (2014), Peter Eötvös »Angels in America« am Theater Freiburg, Salvatore Sciarrinos »Lohengrin« für die Berliner Staatsoper im Schiller Theater (2014), sowie die Uraufführungen von Helmut Oehrings »Agota« mit Dagmar Manzel für die Internationalen Maifestspiele Wiesbaden (2016) und der Kammeroper »Comeback« von Oscar Strasnoy für die Berliner Staatsoper unter den Linden (2016).
Nach einem Studium der Philosophie, Politologie und Literaturwissenschaft in Frankfurt am Main und Berlin war Ingo Kerkhof zunächst Regieassistent an der Deutschen Oper Berlin. 1997 gründete er das Ensemble »Kerkhof-Produktion«, mit welchem er Aufführungen für die Baracke des Deutschen Theaters, für das Hebbeltheater in Berlin, die Sophiensæle in Berlin sowie das Theater am Neumarkt in Zürich erarbeitete. Es folgten Einladungen zum Intercity-Festival in Florenz, dem Zürcher Theaterspektakel sowie dem Festival Theater der Welt. Ingo Kerkhof unterrichtete an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und an der Universität der Künste Berlin.
Für das Theater und Orchester Heidelberg inszenierte Kerkhof bislang 2013 Wolfgang Rihms »Dionysos« und 2017 »Morgen und Abend« von Georg Friedrich Haas. Kerkhofs weitere Projekte für die Spielzeit 2018|19 umfassen die deutsche Erstaufführung von Luca Francesconis Oper »Quartett« nach Heiner Müller für die Oper Dortmund sowie eine Inszenierung von Claudio Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« für die Staatsoper Hannover.