Theater und Orchester Heidelberg

1. Bachchor-Konzert

Arthur Honegger Le Roi David
Symphonischer Psalm in drei Teilen nach dem Drama von René Morax für drei Soli, zwei Sprecher, Chor und kleines Orchester (1. Fassung 1921)

Zu den am häufigsten aufgeführten Oratorien des 20. Jahrhunderts zählt Arthur Honeggers Le Roi David. Dabei hat der schweizer Komponist dieses Gelegenheitswerk – angeregt durch Ernest Ansermet, unterstützt durch Igor Strawinsky und in Auftrag gegeben von Theaterleiter und Dramatiker René Morax – zunächst als Bühnenwerk geschaffen. Für Laienchor und kleines Orchester in kürzester Zeit geschrieben, wurde mit Le Roi David das Théâtre de Jorat, ein Volkstheater in der Nähe von Lausanne, nach dem Ersten Weltkrieg wiedereröffnet. Der durchschlagende Erfolg ermutigte den Komponisten, sein Werk zum Oratorium umzubilden, instrumental zu erweitern und die dramatische Handlung auf zwei Erzähler zu verteilen. Für die Geschichte von Davids Aufstieg vom einfachen Hirten zum König und Propheten findet Honegger eine effektvolle Musik mit atmosphärisch dichten Passagen, leitmotivischen Beziehungen, Melodram und kunstvollem Kontrapunkt.

Pressestimmen

  • 1. Bachchor-Konzert

    „Als Erstes fällt bei LE ROI DAVID die Instrumentation auf: Arthur Honeggers Symphonischer Psalm räumt dem Orchester zwar neben Chor und Solisten eine wichtige Rolle ein, aber die hohen Streicher fehlen völlig, an ihrer Stelle sitzen die Holzbläser. (…) Der beeindruckende Auftritt der Hexe von Endor (Ingrid Lang), die zwischen Gesangs- und Sprechstimme balancierend auf der Grenze von Menschen- und Geisterwelt in einen Trancezustand geriet, ist nur einer von vielen Höhepunkten. (…) Nicht zufällig gelingt besonders die Gestaltung einiger Märsche besonders eindrucksvoll.(…)“