Theater und Orchester Heidelberg

1. Bachchor-Konzert

Paul Hindemith Trauermusik für Bratsche und Streichorchester
Johannes Brahms Ein deutsches Requiem op. 45

Das Thema »Tod« bestimmt das 1. Bachchor-Konzert in der Peterskirche. Auf den Tod des englischen Königs Georg V. komponierte Paul Hindemith 1936 die bewegende Trauermusik. Bei der Uraufführung des Stücks für Solo-Bratsche und Streichorchester übernahm der Komponist selbst den Solopart. In Heidelberg spielt Marianne Venzago, Mitglied des Philharmonischen Orchesters, die Solo-Bratsche. Hindemith ist einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, der 1921 anlässlich der »Donaueschinger Kammermusiktage« seinen Durchbruch erlebte. Der deutsche Komponist erklomm den Gipfel der musikalischen Avantgarde und faszinierte gleichzeitig als Bratschist. Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten immigrierte Hindemith 1938 über die Schweiz in die USA, bis der vielseitige Künstler, Dirigent, Musiktheoretiker und -pädagoge 1953 nach Europa zurückkehrte.
Neben Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa solemnis ist Johannes Brahms‘ Deutsches Requiem eines der bedeutendsten Oratorien der sakralen Musik und bildet das zentrale Werk des Abends.
Yordan Kamdzhalov dirigiert den Bachchor und das Philharmonische Orchester Heidelberg.

Wir laden Sie herzlich ein, vor dem Konzert die Einführung von Bruno Dumbeck zu besuchen. Die Einführung findet von 18.10 – 18.30 Uhr auf der Empore der Peterskirche statt.

Pressestimmen

  • zum 1. Bachchor-Konzert

    Von einem »tieftraurigen und dramatischen« Konzert berichtet Leonore Kratz in der Rhein-Neckar-Zeitung (11.11.2013), das mit Hindemiths »Trauermusik« einen »gelungen Übergang« zum Brahms-Requiem bildete: »Über ausdifferenziertem Klangteppich entfaltete Marianne Venzago ihren warmen Bratschenton und trat in engen Dialog mit dem Orchester. Dabei gelang es den Musikern, dem Stück eine große Ruhe zu verleihen, die zugleich voller Spannung schien.« Im Requiem schließlich brachte GMD Kamdzhalov »alles, was Brahms’ Requiem an unterschiedlichen Klängen zu bieten hat, auf die Bühne«: »schwebend-ätherische Klänge«, »eindrucksvolle Klanggewalt«, und Momente, so »dramatisch wie Musiktheater«. »Bezaubernd schöne Melodiebögen« im Orchester, »wunderbar herausgearbeitete Imitationen« zwischen Sängern und Instrumentalisten hörte die Kritikerin und bescheinigt auch dem Bachchor eine »rundum gelungene« Leistung, besonders durch die »große Palette an Klangfarben« und die »hohe Ausgewogenheit der Stimmen«. Auch das Publikum war angetan und »dankte mit langem Applaus in der Peterskirche«.